CD-Review: Manowar - Hail To England

Besetzung

Eric Adams - Gesang
Ross The Boss
Joey DeMaio - Bass
Scott Columbus - Schlagzeug

Tracklist

01. Blood Of My Enemies
02. Each Dawn I Die
03. Kill With Power
04. Hail To England
05. Army Of The Immortals
06. Black Arrows
07. Bridge Of Death


Mit ihrem dritten Album meldeten sich Manowar nach nur einem Jahr mit einem Dankesgeschenk an die britischen Fans zurück. Die englischen Insulaner kauften nämlich innerhalb einer Woche mehr Exemplare des Vorgängers „Into Glory Ride“ als die amerikanischen Fans in einem ganzen Jahr. Nach einem erneuten Plattenfirmenwechsel, der jedoch nicht lange halten sollte wollte man die Produktion um noch einiges verbessern. Das Album steigt sofort mit einem Dampfhammer ein: „Blood Of My Enemies“ hat einen mörderischen Groove der von Sänger Eric Adam´s göttlicher Stimme zu einer glorreichen tragenden Hymne veredelt wird. Im Midtempobreiech ist auch das folgende „Each Dawn I Die“ anzusiedeln, zwar keine Höhepunkt des Albums aber aufgrund des zackigen Riffs dennoch ein toller Song. Eine ganze Kante härter wird es mit „Kill With Power“. Dieser Nackenbrecher strotzt nur so vor Energie und wird entsprechend straight und hart von der Band rübergebracht, absolut genial.

Mit „Hail To England“ und dem folgenden „Army Of Immortals“ folgen gleich zwei Lobeshymnen an die Fans, beide sind wieder etwas ruhiger und versprühen die berühmte Manowar-Magie die einige Stücke der Band so besonders macht. Darauf folgt mit Black Arrows eines von der berühmte Joey DeMaio Basssoli. Zwar zeigt Herr DeMaio mal wieder alle seine technischen Raffinessen (diesmal sogar auf einem selbstentworfenen Piccolo-Bass) aber das Klangergebnis ist erschreckend: Die schrägen verworrenen Melodien wollen nicht in uns und somit wird der Track wohl bei den Meisten Opfer der „Skip“ Taste. Dafür wird man anschließend mehr als entschädigt: Mit dem 9 minütigen Epos „Bridge Of Death“ setzten sich Manowar ein Denkmal. Hier öffnen sich Tore in mystische Metal Welten, die nur sehr wenige Bands aufstoßen können. Eine Atmosphäre wie sie dichter kaum sein könnte spiegelt sich in diesem düsteren Song wieder der durch ein Mörderriff und einen Gesang der kalte Schauer verursacht besticht. Für mich und viele Fans eines der besten Manowar Stücke überhaupt und allein diese Platte wert. Übrigens wurde „Bridge of Death“, das von Satan erzählt zum ersten Mal am 6.6.1986 live gespielt und blieb bis zur letzten Tour auch ohne live Aufführung.

Als Resumé lässt sich sagen, dass Manowar in dieser Zeit wohl mit den Höhepunkt ihres Schaffens im mystischen Bereich erreicht hatten der sich später zu einem nicht weniger guten aber doch eben anderen Stil wandelte. So bleibt „Hail To England“ ein Meilenstein des Genres und steht für mich nahe zur Perfektion. Deshalb sind 9 Punkte wohl mehr als angemessen.
(Marty)

Bewertung: 9 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: