CD-Review: No End In Sight - Consequences

Besetzung

Dominik Thoma – Gesang
Kevin Follath – Gitarre
Michael Böhm – Gitarre
Alexander Wendel – Bass
Bernd Haide – Schlagzeug

Tracklist

01. The Realm Of The Dead
02. Flames Of Rome
03. Too Precious To Waste
04. Empty Mirrors
05. Drowning In Sorrows
06. Broken Glass Town
07. Not My Savior
08. My City Is Burning
09. Nightmares
10. Your Tears Ain’t Real


NO END IN SIGHT – ein für eine Metalcore-Band recht typischer Name. So ist man schnell versucht, die Stuttgarter Band, welche sich 2004 gründete und mit „Consequences“ nun das zweite Full Length parat hält, in genau diese Ecke zu stecken.

Das wäre aber ein Fehler, hat die Band um Frontmann Dominik Thoma doch mehr zu bieten als zigfache gehörte Riffs runterzuprügeln. Die ersten Takte von „The Realm Of The Dead“ klingen zwar zunächst, als würden sie in einem Standard-Metalcore-Intro münden, das ist jedoch nicht der Fall: Klar klingen sowohl die Riffs als auch die Rhythmen inklusive ihrer kurzen Tempowechsel („Flames Of Rome“) sehr nach Metalcore – wenn man „Consequences“ jedoch mehr als ein-, zweimal durch den Player laufen lässt, stellt man schnell fest, dass NO END IN SIGHT sich gerade nicht darauf festnageln lassen. Vielmehr versteht es die Band, druckvolle Grooves („Too Precious To Waste“) und eingängige Refrains inklusive zahlreicher Gang Shouts mit griffigen Melodien zu kombinieren. Ein Song wie „Not My Savior“ geht von Anfang bis Ende geradeweg in die Vollen – dynamische Double-Bass-Passagen, tierisch aggressives Drumming, temporeiche Strophen, stimmige Soli und höllisch groovende Riffs sorgen hier für Highlight-Potenzial.
Dasselbe gilt für „Empty Mirrors“ – hier ist es die melancholische Stimmung im Refrain, die das Lied zu etwas Besonderem macht. „My City Is Burning“ ist mit seinen Nackenbrecher-Riffs und den zweistimmigen Gitarrenleads der Melodic-Death-lastigste der Platte – „Your Tears Ain’t Real“ könnte als Rausschmeißer nicht besser sein: Neben den stimmigen Instrumentals ist es hier ein göttlicher Refrain, wegen dem allein man schon versucht ist, ständig die Repeat-Taste zu drücken. Im weiteren Verlauf lassen NO END IN SIGHT das Lied ganz gemächlich ausklingen, bis schließlich ein Streicher-Outro ertönt.

Dazu ist die Platte kernig und nicht zu steril produziert, mit 40 Minuten Spielzeit weder zu kurz noch zu lang, bleibt von vorne bis hinten auf einem guten bis hohen Niveau und geht dabei ab wie Sau. Daumen hoch

Bewertung: 8 / 10

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