CD-Review: No End In Sight - Black Clouds

Besetzung

Dominik Thoma - Gesang
Kevin Follath - Gitarre
Jan Schessl - Gitarre
Alexander Wendel - Bass
Bernd Haide - Schlagzeug

Tracklist

01. Born To Bleed
02. Thrashhammer
03. Motionless
04. Question Everything
05. K.T.W.A.R.I.M
06. Battlefields
07. Black Clouds
08. Between Life And Death
09. Architects Of Ruins
10. Life In Chains
11. Perishing
12. Yesterday Is Overtaking


Drei Jahre ist es her, dass die Stuttgarter NO END IN SIGHT mit ihrem zweiten Album „Consequences“ ein fettes Ausrufezeichen gesetzt haben. In der Zwischenzeit haben sie sich mit zahlreichen Auftritten deutschland- und europaweit einen Namen gemacht und haben nun ihr dritte Scheibe fertiggestellt, die mit „Black Clouds“ betitelt ist.

Im Vergleich zum Vorgänger fällt auf, dass die Stuttgarter anno 2015 noch facettenreicher zu Werke gehen: Waren NO END IN SIGHT zuvor mit dem Satz „Eine Mischung aus Metal und Hardcore“ noch zutreffend beschrieben, bietet das neue Album einen Querschnitt durch zahlreiche Spielarten des Heavy Metal. Während man in „Born To Bleed“ noch mit konventionellen Metalcore-Gitarren loslegt, werden kurz darauf erstmals die Blastbeats ausgepackt. Das sorgt für einen durchgehend hohen Härtegrad, – gut zu hören im gnadenlosen Prügler „Between Life And Death“ – ebenso wie die Thrash-Gitarrensalven, die die Band noch häufiger als zuvor abfeuert: Sinnbildlich hierfür steht der sehr temporeiche Song „Thrashhammer“. Eine hohe Intensität erzeugen NO END IN SIGHT auch in „Life In Chains“, dessen erste Takte wie eine Hommage an Heaven Shall Burn ankommen. Der letzte Track „Yesterday Is Overtaking“ ist gleichzeitig der Hardcore-lastigste der Platte und steht in angenehmem Gegensatz zu den vorherigen elf.

Die extrem abwechslungsreiche Gitarrenarbeit, die die beiden Männer an den Sechs-Saitern, Kevin Follath und Neuzugang Jan Schessl, abliefern, ist ein großer Pluspunkt für „Black Clouds“. Besonders die regelmäßig eingestreuten Soli machen richtig Laune. Thematisch liegt der Fokus weiterhin auf Tierrechten, staatlicher Repression und rechter Gewalt: Der Opener behandelt das Dasein von Tieren in Massentierhaltungseinrichtungen, während der Titel „Battlefields“ auf einem Zitat von Leo Tolstoj („Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben“) beruht und der in holprigem Englisch betitelte letzte Track „Yesterday Is Overtaking“ das Problem der „Ewiggestrigen“ (Neonazis) behandelt.

Für die Veröffentlichung haben sich die Schwaben etwas Besonderes ausgedacht: So wird „Black Clouds“ digital über Acuity Music veröffentlicht und in einer limitierten Auflage als Kassette sowie als Vinyl. Davon abgesehen dürfte „Black Clouds“ Metalfans fast aller Lager ansprechen – egal in welcher Form man das Album kauft.

Bewertung: 8.5 / 10

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