CD-Review: Rage - End Of All Days

Besetzung

Peter "Peavy" Wagner - Gesang, Bass
Spiros Efthimiadis - Gitarre
Sven Fischer - Gitarre
Chris Efthimiadis - Schlagzeug

Tracklist

01. Under Control
02. Higher Than The Sky
03. Deep In The Blackest Hole
04. End Of All Days
05. Visions
06. Desperation
07. Voice From The Vault
08. Let The Night Begin
09. Fortress
10. Frozen Fire
11. Talking To The Dead
12. Face Behind The Mask
13. Silent Victory
14. Fading Hours


Mit diesem Longplayer legen die Mannen um Mastermind Peter “Peavy” Wagner (Produktion, Vocals, Bass, Songwriting) ein richtiges Brett vor. Der Hörer wird hier nicht geschont und schon die ersten Sekunden des Openers „Under Control“ zeigen mit knallenden Riffs und mächtigem Drumming wo es langgeht. Nach dem starken Anfang folgt dann das überragende „Higher Then The Sky“, das ein Nackenbrecher der etwas schnelleren Sorte ist. Hier sticht vor allem der mehr als geniale Refrain heraus, der spätestens beim zweiten Mal zum Mitgrölen einlädt, nein sogar zwingt… Wirklich klasse. Durchgehend klingt auf dem gesamten Album alles recht düster, was dem Namen entsprechend eine schöne Endzeitstimmung erschafft. Richtig tief und dadurch düster klingt „Deep In The Blackest Hole“, ein schleppender Midtempo-Song. Beim Titeltrack sind die Gitarren im Gegensatz zum Rest der Produktion sehr im Vordergrund, der Gesang dagegen klingt hier teilweise etwas zu leise – Aber sicher nicht dünn oder schwach, sondern richtig durchschlagend und mächtig, kann sich so auch gegen das lautere Umfeld durchsetzen. Im 3. Viertel gibt’s dann ein klasse Solo das den guten Gesamteindruck hier noch verstärkt.

Doublebass-Kracher findet man hier nur selten, „Visions“ ist der erste seiner Rasse, der mit seiner Steigerung von Strophe zu Refrain wirklich beeindrucken kann und richtig hart ist. Mit harten Bassriffs und akustischen Gitarren im Wechsel geht’s weiter bei „Desperation“. Das Gitarrenspiel kann mich hier aber über weite Strecken nicht überzeugen. Peavy experimentiert hier mit seinem Gesang rum, und auch das geht meiner Meinung nach hier ziemlich in die Hose – Der schwächste Song auf „End Of All Days“. Nach diesem Tiefpunkt folgt „Voice From The Vault“. Hier ist wieder düstere Endzeitstimmung angesagt, der auf jeden Fall besser ist als der Vorgängertrack, vozüglicherweise durch den Chorus, aber dennoch nicht völlig überzeugen kann. „Let The Night Begin“ folgt dann ein wahrer Brecher, der Tempobolzer und Headbanger zu gleichen Teilen erfreuen dürfte. Abwechslung wird mit „Fortress“ geboten, das richtig depressiv wirkt und wobei der Text vollends überzeugen kann, wie übrigens über weite Strecken auf diesem Silberling. Der zweite waschechte Doublebass-Kracher ist „Frozen Fire“ – Düster, schnell… aber kein wirklich überzeugender Track.

Bei „Talking To he Dead“ klingen die Gitarren so melodiös wie nie auf dem Album, leider sind diese überwiegend wieder zu sehr im Hintergrund versteckt. Trotzdem ein starker Song. Bei „Face Behind The Mask“ ist alles tief – Die Stimme, die Gitarren, der Bass. Schöne düstere Stimmung, die sehr gut ins Gesamtkonzept passt und einer der besten Tracks ist. Die Midtempo-Halbballade „Silent Victory“ hört sich gut an, der Refrain ist jedoch schon sehr kitschig. „Fading Hours“ bildet einen großartigen Abschluss – Akustische Gitarren, sanfter und hoher Gesang, die explosinonsartige Steigerung beim zweiten Refrain – so muss eine Metal-Ballade klingen, nahezu perfekt.

Bis auf ein paar Schwachstellen kann „End Of All Days“ wirklich überzeugen und ist ein großes Stück Musik in der Geschichte des deutschen True Metals. Mit jedem Hören wird die Platte noch ein Stückchen besser, und Langeweile kommt dabei sowieso nicht auf. Ein starkes Brett, das man uneingeschränkt empfehlen kann!

Bewertung: 8.5 / 10

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