CD-Review: Resurrection - Social/Contract

Besetzung

Maarten Janssen – Gesang
Tom Martens - Gitarre
Stef Oosterbos – Gitarre
Lieven Casters - Bass
Simon Janssen- Schlagzeug

Gastmusiker
Chad Ruhlig - Gesang

Tracklist

01. Towerwatch
02. Chances
03. Frailty Resurrection
04. A Sinner's Hope
05. The Social Contract
06. Lighthouse
07. Overflow
08. Black Shore Profit
09. Prey In The Desert Sands
10. Crossroads


Erst 2008 gegründet, stehen für die Belgier RESURRECTION bereits Touren mit While She Sleeps, Poison My Blood und Show Your Teeth auf der Haben-Seite. Nun erblickt mit „Social/Contract“ das Debütalbum der Jungs aus Opglabbeck das Licht der Welt, mit welchem die Band sich anschickt, sich einen Namen in der Szene zu machen.

Mit „Tower Watch“ beginnt das Album mit einer Nummer, die im Deathcore-Bereich beginnt, sich dann jedoch von der dicke-Hose-Nummer wegbewegt, variabler wird und gekonnt einige kure Melodien einbaut, nur um dann mit einem Breakdown wieder den Bogen zurück zum Anfang zu schlagen. Vom Songaufbau her eine klasse Sache, musikalisch nicht so sehr. Hier zeigt die Band zwar, was in ihr steckt, traut sich aber zu wenig, einfach mal aus dem Deathcore-Dummkopf-Schieber auszubrechen.
Das folgende „Chances“ zeigt sich da schon deutlich formverbessert, man gibt den Melodien mehr Raum zur Entfaltung, die Gitarren dürfen etwas mehr zeigen als simple Palm-Mute-Riffs und das tut dem Song sehr gut. Auch das Schlagzeug agiert variabler, ohne dadurch weniger Druck zu machen.
Damit ist des Pudels Kern auch schon erfasst: Wenn RESURRECTION mal vom Deathcore weggehen, ist das Ergebnis wirklich ansprechend, denn die Band kann deutlich mehr als dicke Eier vorzuspiegeln und mit halb garen Breakdowns um sich werfen. Besonders „Black Shore Profit“ sei hier positiv herausgestellt. Neben Melodien wird hier auch wunderbar mit Dynamik gearbeitet, schleppende Parts treffen auf flottes Geballer und melodiöse Gitarren auf treibendes Drumming – absolut gelungener Track und Highlight des Albums.
Ein Wort noch zu den Lyrics. Diese drehen sich ausschließlich um soziale und politische Aspekte. Auch wenn hier weder bahnbrechende Theorien vorgetragen oder unbekannte Übel aufgedeckt werden, ist die Beschäftigung mit dergleichen Themata doch ungemein wichtig und im Metal oft etwas untervertreten. Auch hier gilt im Bezug auch „Social/Contract“: Nichts weltbewegendes, aber grundsolide.

Grundsolide ist denn irgendwie auch die Quintessenz des Albums. RESURRECTION legen mit „Social/Contract“ ein Album vor, das keinen Schaden anrichtet. Die Reputation der Band wird unter dieser Schiebe nicht zu leiden haben, vom Hocker hauen dürfte das hier Gebotene jedoch auch keinen. Schade eigentlich, dann wenn die Band sich mal traut, den Melodien etwas mehr Raum zu geben, dann klingt das wirklich anständig.

Bewertung: 5 / 10

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