CD-Review: Shade Empire - Omega Arcane

Besetzung

Juha Harju – Gesang
Janne Niiranen – Gitarre
Juha Sirkkiä – Gitarre
Eero Mantere – Bass
Erno Räsänen – Schlagzeug
Olli Savolainen – Keyboard, Orchestrierung

Tracklist

01. Ruins
02. Dawnless Days
03. Until No Life Breeds
04. Ash Statues
05. Disembodiment
06. Malicious Winds
07. Traveler Of Unlight
08. Devolution
09. Slumbering Giant
10. Nomad
11. Omega Arcane


So sehr Dimmu Borgir zu ihren Hochzeiten mit Alben wie „Deathcult Armageddon“ auch gehyped wurden, und so angesagt ihr Stil auch bei jüngeren Bands war, so selten hört man heute noch Alben, die mehr oder weniger deutlich an die norwegischen Ikonen des symphonisch unterstützten Black Metals erinnern. Umso überraschender, dass es auch solche Bands noch gibt – und sogar gute.

Eine davon sind definitiv SHADE EMPIRE aus Finnland, welche mit „Omega Arcane“ ihr viertes Album in 14 Jahren Bandgeschichte veröffentlichen. Im Kern besteht die Musik aus schnellem Black Metal – im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen jedoch stets Keyboard und Orchestrierung als am stärksten gewichtete Stilmittel, die dem gebotenen Black Metal seine epische Breite verleihen. Ergänzt wird das Ganze durch dezente elektronische Elemente und eine große Bandbreite an Gesangsstilen.
Vergleiche zu Dimmu Borgir sind dabei kaum zu vermeiden – doch trifft man den Geist der hier gebotenen Musik dabei nicht voll, die mitunter gar an Metallicas „S&M“-Projekt erinnert („Ash Statues“). Denn neben dem Abwechslungsreichtum, den man „Omega Arcane“ in jedem Song von neuem attestieren kann, ist auch die Komplexität des gebotenen Materials beachtlich. Trotz aller Finessen und kreativen Kniffe wirkt „Omega Arcane“ dabei nie verworren oder überladen – ganz im Gegenteil: Gerade die Stimmigkeit des Gesamtwerkes ist hier beeindruckend. Vom wirklich schönen Artwork angefangen, über die Zusammenstellung der Songs zu einem Album bis hin zu den einzelnen Komposition beweisen die Skandinavier hier ein wirklich geschicktes Händchen. So kreieren SHADE EMIRE eine ganz eigene, in sich geschlossene Welt, die dem Hörer eine Menge zu bieten hat – mit einem Hördurchgang ist es hier noch lange nicht getan.
Erfreulich ist dabei, dass Keyboard und Orchestrierung nicht, wie nur all zu oft gehört, billig und dünn klingen, sondern wirklich etwas hermachen – nur so können diese Elemente eine so dichte Atmosphäre erzeugen, wie das hier der Fall ist.

Mit „Omega Arcane“ legen SHADE EMPIRE ein wirklich starkes Album vor, auf dem die Zeit selbst bei einem 13-Minüter wie „Disembodiment“ wie im Fluge vergeht. Die Leichtigkeit, mit der SHADE EMPIRE hier agieren, sowie die Vielseitigkeit der Stücke, die von dramatisch bis beschwingt eigentlich alle Attribute in sich vereinen, machen „Omega Arcane“ zu einem Muss für alle Fans ausladend symphonischer bis fast avantgardistischer Black-Metal-Kompositionen.

Bewertung: 9 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: