CD-Review: Thunder - Shooting At The Sun

  • Veröffentlichung: 2003
  • Label: Frontiers
  • Spielart: Rock
Besetzung

Danny Bowes – Gesang
Luke Morley - Gitarre
Ben Matthews – Gitarre, Keyboards
Chris Childs – Bass
Harry James – Schlagzeug

Tracklist

01. Loser
02. Everybody’s Laughing
03. If I Can’t Feel Love
04. Shooting At The Sun
05. The Pimp And The Whore
06. A Lover, Not A Friend
07. Shake The Tree
08. Somebody Get Me A Spin Doctor
09. The Man Inside
10. Out Of My Head
11. Blown Away
12. River Of Pain (live) *
13. Somebody Get Me A Spin Doctor (live) *
14. River Of Pain (live) *
(* = Bonustracks auf der europäischen Veröffentlichung)


Mit “Shooting At The Sun” feiern die Briten von Thunder ihr Comeback, nachdem sie sich 2000 aufgelöst hatten. Erinnert sich noch jemand an sie? 1990 waren sie mit „Dirty Love“ vom Debüt 6 Wochen auf Platz 1 der MTV-Wählercharts in den USA, 1992 stiegen sie auf Platz 2 der britischen Albumcharts ein (mit „Laughing On Judgment Day“) und insgesamt landete man ganze 18 mal in den Top 40 der Singlecharts ihres Heimatlandes.
In den nun fast 15 Jahren ihres Bestehens haben sich Thunder jedoch nie von ihren musikalischen Wurzeln entfernt und spielen ungeniert und unbeeindruckt von allen Trends ihren melodiösen und blues-getragenen klassischen Hard Rock. Ohne großartige Spielereien, ohne Schnörkel, sondern geradeaus, direkt und schnell auf den Punkt kommend.

Klar ist das alles Geschmackssache, aber das muss man eben mit einem Hördurchgang selbst entscheiden. Der Opener „Loser“ ist ein straighter Rocker mit einem simplen aber effektiven Riffing, Songs wie „Everybody’s Laughing“ oder „The Pimp And The Whore“ sind reinrassige und recht fröhlich ausgefallene Partykracher, und Balladen wie „If I Can’t Feel Love“ oder das verträumte „A Lover, Not A Friend“ dürfen natürlich auch nicht fehlen. Glücklicherweise driften eben diese Balladen nie in kitschige und schmalzige Gefielde ab, vielleicht sind sie auch deswegen die größte Stärke von Thunder. Bei den ruhigeren Songs kommt die Stimme von Danny Bowels so richtig gut zum Vorschein, bei den „härteren“ Tracks, falls man es so nennen kann, geht mir der Gesang mit der Zeit ziemlich auf die Nerven.

Doch wirklich überzeugen kann mich das ganze nicht, irgendwie fehlt da der gewisse letzte Funke, der einfach nicht überspringen will. Dazu mag ich den Sänger nicht sonderlich, seine Stimme hat in meinen Ohren etwas unangenehmes… Muss nicht bei allen so sein, das ist jetzt eine rein subjektive Anmerkung.
Ansonsten ist „Shooting At The Sun“ eine solide Hard Rock Platte, die zwar nie sonderlich überzeugend wirkt, aber auch keine großen Schwächen aufweist. Ich habe auch schon gelesen, dass manche Thunder für eine billige AC/DC-Kopie halten. Da kann ich aber nicht zustimmen, da Thunder zum großen Teil ruhiger und weniger bombastisch zu Werke gehen, einzig vom Gesangsstil her ist der Vergleich angemessen.
Wie auch immer, Freunde von klassischem 80er Jahre Rock dürfen hier ohne zu Zögern reinhören.

Bewertung: 7 / 10

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