CD-Review: U.D.O. - Steelhammer - Live From Moscow

Besetzung

Udo Dirkschneider – Gesang
Andrey Smirnov – Gitarre
Kasperi Heikkinen - Gitarre
Fitty Wienhold – Bass
Francesco Jovino – Schlagzeug

Tracklist

CD 1:
01. Intro
02. Steelhammer
03. King Of Mean
04. Future Land
05. Cry Of A Nation
06. Trip To Nowhere
07. They Want War
08. Never Cross My Way
09. Stranger
10. Stay True
11. In the Darkness
12. Azrael
CD 2:
01. No Limits
02. Mean Machine
03. Burning Heat
04. Metal Machine
05. Devil’s Bite
06. Go Back To Hell
07. Timebomb
08. Holy
09. Metal Heart


U.D.O., der Unstoppbare. U.D.O., der Deutsche. U.D.O., die Legende. U.D.O., der Ausverkäufer? Das könnte der erste Impuls sein, wenn man sieht, dass die Band um das deutsche Urgestein uns die zweite Live-DVD/CD innerhalb von zwei Jahren unterjubeln möchte. Doch gemach – so einfach ist die Sache nicht, und „Steelhammer – Live From Moscow“ ist keine Abzocke. Das gilt zumindest für die akustische Seite des Pakets, die DVD lag bei der Bewertung nicht vor, sodass dazu keine Aussagen gemacht werden können.

Auch wenn sich der Sinn eines zweiten Live-Outputs innerhalb von so kurzer Zeit selbst nach längerem Nachdenken nicht erschließt, stellt man mit einem Blick auf den 2012-Output „Live From Sofia“ fest, dass sich allen Ernstes nur ein einziger Track wiederholt – nämlich die Accept-Hymne „Metal Heart“. Von dieser Seite gibt es also Entwarnung. Was angesichts des Titels „Steelhammer – Live From Moscow“ wenig überraschen wird: Die Setlist ist mit ganzen sechs Tracks geprägt vom letzten Studioalbum „Steelhammer“. Außer dem bereits erwähnten „Metal Heart“ fehlen dafür Accept-Coverversionen, die U.D.O. sonst gerne live präsentieren.

Eine Motivation für die erneute Live-Aufnahme könnte gewesen sein, das neue Line-Up von 2013 der Öffentlichkeit näher zu bringen. Damals verjüngte Udo Dirkschneider seine Truppe mit zwei im Vergleich fast schon jugendlichen Gitarristen aus Finnland und Russland, die nun auf „Steelhammer – Live From Moscow“ zeigen dürfen, was sie drauf haben. Besonders bei der Soloeinlage beim Song „Mean Machine“ lassen die Herren die Finger flitzen, dass es eine wahre Freude ist. Aber auch ansonsten gibt sich die Band keine Blöße. Lediglich der Gesang des Großmeisters wirkt auf den ersten beiden Tracks etwas heiserer als sonst, aber das gibt sich zügig. Spätestens beim großartigen „Trip To Nowhere“ hat sich auch Udo vollends eingesungen. Verpackt in eine klare Abmischung gäbe es höchstens zu monieren, dass man das Publikum sehr wenig wahrnehmen kann.

Braucht man nun aber „Steelhammer – Live From Moscow“? Sagen wir es so: Wer U.D.O. mal abseits der inzwischen etwas ausgetretenen Accept-Pfade sehen will und auch mit dem neueren oder eher selten gespieltem Material etwas anfangen kann, wird an diesem Paket seine Freude haben. Wer bei U.D.O.-Auftritten ohnehin immer auf die Accept-Songs wartet, kann sicherlich verzichten – sollte seine Prioritäten aber ohnehin überdenken.

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Bewertung: 7.5 / 10

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