CD-Review: Unearth - The Oncoming Storm

Besetzung

Trevor Phipps – Gesang
Buz McGrath - Gitarre
Ken Susi - Gitarre
John „Slo“ Maggard - Bass
Mike Justian - Schlagzeug

Tracklist

01. The Great Dividers
02. Failure
03. This Lying World
04. Black Hearts Now Reign
05. Zombie Autopilot
06. Bloodlust of the Human Condition
07. Lie to Purify
08. Endless
09. Aries
10. Predetermined Sky
11. False Idols


Unearth ist eine Band, die definitiv Respekt verdient, egal ob man Fan ihrer Musik ist oder nicht. Die fünf Amerikaner erarbeiteten sich ihren Erfolg als Support Act für Bands wie In Flames, Poison the Well, Hatebreed, Shadows Fall, Lamb of God, Killswitch Engage, Soilwork, From Autumn to Ashes, Zao und Chimaira, ganz zu Schweigen von der Headbangers Tour im Jahre 2003. Ihr Erstlingswerk „Stings of Conscience“ kam ebenfalls sehr gut an in der Szene. „The Oncoming Storm“ wurde übrigens von Adam D., dem Producer von Killswitch Engage, produziert, was auf ein hochqualitatives Werk hoffen lässt.

Gleich von Anfang an gibt es eins auf die Zwölf mit „Great Dividers“ . Mit sehr guten Riffs und Schlagzeugparts weiß der Song zu überzeugen. Nicht so sehr meine Kragenweite ist dagegen der Gesang von Herrn Phipps, sehr monoton und langweilig kommt er daher. Mit „Failure“ kommt eine Steigerung des Gesangs, der nun mit den instrumentalen Parts auf einer Wellenlänge liegt.
Das ganze Werk mit jedem einzelnen Song zu bewerten ist sinnlos, da die meisten Stücke ohne nennbaren Höhepunkt auskommen. Jedoch gibt es zwei, die aus der Rolle fallen. Zum einen wäre das „Zombie Autopilot“ , dass für mich den „vollständigsten“ Song darstellt. Einfach alles passt perfekt und es ist ein verdammt gutes Solo enthalten. So komplett hätte man sich jeden Song gewünscht. Als zweites Highlight sehe ich „Aries“ . Der Name ist Programm, denn hier kommen nicht nur die obligatorischen Instrumente wie Gitarre und Schlagzeug zum Einsatz; es tönt auch ein Klavier im Hintergrund, was einen sehr melodischen Eindruck hinterlässt. Das Ganze wird ein wenig getrübt durch das Gekreische im Hintergrund von Frontman Phipps.

Allerdings ist durch das ganze Album hindurch eine gewisse Monotonie herauszuhören. Die Hauptschuld trägt Trevor Phipps, der einfach keine prägnante Stimme hat. Die Instrumente klingen teilweise hervorragend und stechen deutlich hervor bei diesem Album.
Dieses Album kann man garantiert jedem Metalcore Fan ohne Weiteres empfehlen. Mit dem kauf dieser Platte macht ihr sicher nix falsch. Jedem Neueinsteiger in diesem Genre würde ich eher davon abraten.

Bei mir hat das zweite Werk von Unearth einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Selbst nach mehrmaligem Hören konnte ich mich nicht dazu durchringen, den Gesang als Durchschnitt zu bezeichnen. Jedoch ist das Instrumentale ein Genuss, für den es sich immer wieder lohnt die CD einzuschieben.

(Leszek)

Bewertung: 7 / 10

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