CD-Review: Unearth - Extinction(s)

Besetzung

Trevor Phipps – Gesang
Ken Susi – Gitarre
Buzz McGrath – Gitarre
Chris O'Toole – Bass
Nick Pierce – Schlagzeug

Tracklist

01. Incinerate
02. Dust
03. Survivalist
04. Cultivation Of Infection
05. The Hunt Begins
06. Hard Lined Downfall
07. King Of The Arctic
08. Sidewinder
09. No Reprisal
10. One With The Sun


UNEARTH haben etwas von Slayer. Klar, das hat jede Band die sich im Metalbereich bewegt irgendwie. Aber bei UNEARTH bezieht sich die Parallele nicht primär auf die Musik, auch wenn da die Einflüsse selbstredend ebenfalls gegeben sind. Es geht bei dem Vergleich viel mehr um das Gebaren der Truppe, die seit 1998 ohne Unterlass und Unterbrechung ihren Stiefel durchzieht, ob ihr Stil nun gerade en vogue ist, oder auch nicht. Man könnte UNEARTH also als die „Slayer des Metalcore“ bezeichnen. Doch gilt dies auch für ihr mittlerweile siebtes Album „Extinction(s)“?

Schon die ersten Töne des Openers „Incinerate“ beruhigen den geneigten Hörer diesbezüglich – UNEARTH scheren sich auch anno 2018 nicht um aktuelle Trends sondern spielen urtümlichen und knallharten Metalcore. Natürlich gibt es auch bei den Herren aus Boston jede Menge Melodien und ein wenig Klargesang, aber die klare Prägung durch die Härte des Hardcore behält auch auf „Extinction(s)“ stets die Oberhand. Wie sollte es bei einer Truppe aus Boston auch anders sein?
Und dennoch sind UNEARTH alles andere, als eindimensional und agieren auch nicht stumpf nach Schema F, wie man ihnen auch „Darkness In The Light“ durchaus vorwerfen konnte. Vielmehr haben sich die Mannen auf ihre Ursprünge zurückbesonnen und kombinieren auf ihrer neuen Scheibe folgerichtig heftige Breakdowns mit sattem (Metal-) Riffing, versehen das Ganze mit tollen melodischen Gitarrenläufen und lassen Sänger Trevor Phipps sich die Kehle aus dem Leib keifen.
In diesem Sinne ist der Titel des ersten Tracks „Incinerate“ durchaus programmatisch zu verstehen. Denn auf „Extinction(s)“ brennt die Band in der Tat ein Feuerwerk ab, das den Hörer mitreißt. Das gilt neben dem Opener vor allem auch für das direkt folgende „Dust“ – dessen thrashiger Geschwindigkeit man sich nicht entziehen kann – und „No Reprisal“, das mit seiner scheinbar mühelosen Kombination aus harten, tiefergestimmten Gitarren und begeisternden melodischen Leads überzeugt. „King Of The Arctit“ wiederum erinnert in seiner Heftigkeit schon fast an Death Metal, ehe UNEARTH ihr neues Album mit „One With The Sun“ – vielleicht einem ihrer besten Songs überhaupt – beenden.

Sicher, neu oder innovatiov ist nichts, was UNEARTH auf „Extionction(s)“ bieten, soll es aber auch nicht sein. Und gerade in einer musikalischen Landschaft, in der sich Bands vor maximaler Verschachtelung der Songstrukturen und größtmöglicher Menge an zusammengewürfelter Einflüsse und Stilmittel überbieten, braucht es Bands wie UNEARTH. Bands, die einfach ihr Ding machen und dem Hörer ein absolutes Brett über den Kopf ziehen. „Extinction(s)“ bietet sich dafür herrvorragend an.

Bewertung: 8 / 10

Geschrieben am

1 Kommentar zu “Unearth – Extinction(s)”

  1. xHanneSx

    Ja muss Sagen das Album Extinction(s)
    ist ein Solides kleines Feuerwerk,es ist jetzt nichts Überwiegend Neues,
    aber Unearth bietet auf diesem Album Brachialen Guten Metalcore,
    auf Hohem Niveau sie sind ihrem Stil Treu,experimentieren aber auch…-
    was gelingt!Die Vocals vom Sänger Trevor haben sich Richtig Genial Entwickelt,
    Grooviger Death/Metalcore Gesang,auch die Gitarren/Drums Front haben sich wieder Mühe gegeben Fetzige Ausgewogene Gitarren-Riffs,die nicht Eintönig Werden!
    Und Gute Effizente Drum „Arbeit“!Ja Unearth Hatt sich Entwickelt und das zum Guten!
    8/10 Punkten

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