CD-Review: Unleashed - Sworn Allegiance

Besetzung

Johnny Hedlund - Bass, Gesang
Fredrik Folkare - Gitarre
Thomas Olsson - Gitarre
Anders Schultz - Schlagzeug

Tracklist

01. Winterland
02. Destruction (of the race of men)
03. Only the dead
04. The longships are coming
05. Helljoy
06. Insane for blood
07. I bring you death
08. Attack!
09. CEO
10. One night in Nazareth
11. Praised be the lord
12. Metalheads
13. To miklagard
14. Long live the beast


Nach der Veröffentlichung von „Warrior“ im Jahre 1997 wurde es ersteinmal still um die schwedischen Death Metal – Urgesteine UNLEASHED, ehe man sich eindrucksvoll mit dem Comeback „Hell’s Unleashed“ zurückmeldete. 2004 stand dann die Veröffentlichung des zweiten Albums nach der langjährigen Pause an, welches den Namen „Sworn Allegiance“ trägt und wieder einmal schwedischen Death Metal mit nordischen Sagen, jedoch auch anderen lyrischen Themen verbindet.

Der Opener „Winterland“ macht gleich von der ersten Sekunde an Druck, auch wenn er um einiges getragener klingt als der Rest des Liedgutes auf der CD. Sowohl das Riffing als auch die Vocals von Bassist Johnny bleiben sofort hängen. „Destruction (of The Race of Man)“ entspricht dann schon eher den gewohnten Unleashed-Stil und bildet mit den beiden weiteren absoluten Ausnahme-Nummern „Only The Dead“ und „The Longships Are Coming“ ein Trio, welches seines Gleichen sucht. Die Messlatte in Sachen Headbangtauglichkeit wird mit diesen drei Nummern im Midtempo noch ein ganzes Stückchen nach oben geschoben und glänzen obendrein mit enorm viel Livepotential. Das flehende Bitten eines Priester „Save us from the Norseman’s rage“ in „The Longships are Coming“ wird natürlich nicht erhört, denn auf „Sworn Allegiance“ machen UNLEASHED keinerlei Gefangene. Die Textzeile „I Only Fuck The Dead“ – eine kleine Persiflage auf das Vorurteil, dass viele Metaller nekrophil seien – möchte man fast schon bei jeden Durchlauf des ähnlich lautenden Liedes bei jeden Durchlauf mitgröhlen.
Obendrein überzeugt die druckvolle Produktion, die genau richtig gewählt wurde für das Album. Die Gitarren graben tiefe Furchen ins Gehirn und das Schlagzeug gibt den Rest. Diese Tatsache macht aus sowieso schon sehr guten Songs wie „Insane For Blood“, welches mich an einigen Stellen entfernt an den Opener „Winterland“ erinnert, oder „I Bring You Death“ exzellente Deathmetal-Hymnen.Es ist schwer zu sagen, welche Songs nun noch aus dem Album herausstechen, da sich alle auf sehr hohen Niveau bewegen, doch „Metalheads“ muss auf jeden Fall noch erwähnt werden, da es eine richtige Huldigung der Schweden an ihre Fans darstellt. Wer die Aufforderung „Come On Bang Your Heads“ hier nicht versteht muss entweder taub sein oder ignorant. Ein richtiger Livekracher, der mit knapp drei Minuten noch fast etwas kurz ausgefallen ist, aber unglaublich viel Spaß macht.

UNLEASHED erfinden den Death Metal keineswegs neu, jedoch schaffen sie sich nicht nur im Gegensatz zum Vorgänger „Hell’s Unleashed“ sondern machen das, was sie am besten können und bleiben ihren Stil treu: Eingänge Midtempo-Nackenbrecher in Reinstform. Die Titel schaffen es trotz ihrer Einfachheit – auch bei den Lyrics – mitzureißen, ja richtig zu begeistern. Das Album ist somit für Liebhaber schwedischen Deathmetals nur zu empfehlen.

Bewertung: 8 / 10

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