CD-Review: Venom - Metal Black

Besetzung

Conrad „Cronos“ Lant – Gesang, Bass
Mike „Mykus“ Hickey - Gitarre
Antony „Antton“ Lant - Schlagzeug

Tracklist

01. Antechrist
02. Burn In Hell
03. House Of Pain
04. Death & Dying
05. Regé Satanas
06. Darkest Realm
07. A Good Day To Die
08. Assassin
09. Lucifer Rising
10. Blessed Dead
11. Hours Of Darkness
12. Sleep When I’m Dead
13. Maleficarum
14. Metal Black


VENOM sind neben ein paar anderen Größen wohl DIE Kultband schlechthin im Metal, und dabei kann man von der gesamten Metalszene sprechen. Diese Band vermochte es sowohl die truere Heavy Metal-Community als auch die Anfang der 80er aufkeimende Extreme Metal-Hörerschaft zu begeistern. Ihr Album „Black Metal“ war namensgebend für ein gesamtes Genre. Doch nun genug mit der Vergangenheit, darüber werden die meisten eh bestens Bescheid wissen. Ende der 90er startete die Formation um Frontsatan Cronos einen Wiederanfang und konnte bei weitem nicht jeden nochmal von ihren Qualitäten überzeugen. Ich selbst habe die letzen Alben nicht gehört, denn sie haben mich ehrlich gesagt auch nicht wirklich dafür interessiert. Anno 2006 wollen es VENOM nun endgültig wissen, und „Metal Black“ ist auch ihre letzte Chance, denn wie kann man den Legendenstatus noch weiter ausschlachten, als 24 Jahre nach dem Erscheinen des Klassikers „Black Metal“ dem neuen Album den Namen „Metal Black“ zugeben? Ganz schlimm. Nunja, es hat aber was genützt, denn Venom sind mehr oder weniger wieder in aller Munde.

Ob das nun berechtigt ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Aufregend oder bahnbrechend ist diese Platte jedenfalls sicherlich nicht, aber konnte man das jeh von einer VENOM-Scheibe behaupten? Anfang der 80er Jahre haben VENOM den Leuten mit einer ungekannten Härte und Schnelle noch den Atem geraubt , Anfang des 21sten Jahrhunderts ist das leider nicht mehr in der Form möglich und so lebt diese Band wahrlich nur noch von ihrem Kultstatus, egal wie das Songmaterial klingt. Ob es nun coole Rocker wie „Antechrist“, „A Good Day To Die“ oder „Burn In Hell“ sind oder ob es ausgelutscht ist, tausendmaldagewesen und einfach uninteressant anhört wie zum Beispiel „Death & Dying“ und „Lucifer Rising“ . Die Produktion ist druckvoll, wenn auch sehr basslastig, vielleicht sogar etwas zu sehr, denn so geht manche Gitarrenspur doch etwas im Wummern von Cronos’ Bass unter, aber das hat der Herr sich wohl so gewünscht. Nichtdestotrotz weiß so manches Solo von Mykus zu gefallen und auch sonst zaubert er sehr brauchbare Riffs aus seinem Griffbrett, so dass er sich nicht hinter Mantas zu verstecken braucht.

Jeder muss selbst wissen, was er/sie mit dieser Band anfängt. Alte Fans sollten sicherlich wenigstens reinhören, denn „Metal Black“ könnte definitiv gefallen und alte Zeiten wieder aufleben lassen, selbst wenn die Vorgängeralben nicht zu gefallen wussten. Und nein, VENOM machen keinen Black Metal, egal wie oft das Cronos in Interviews behauptet und so sehr sie das Genre auch beeinflusst haben. Wenn Celtic Frost Heavy Metal spielen, dann Venom erst recht. Denn seien wir mal ehrlich: Venom sind und waren doch noch immer Motörhead auf Speed inklusive cooler Frontsau am Bass/Mikrofon.

Bewertung: 7 / 10

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