CD-Review: Venom - Fallen Angels

Besetzung

Cronos – Gesang, Bass
Rage – Gitarre
Danté – Schlagzeug

Tracklist

01. Hammerhead
02. Nemesis
03. Pedal Of The Metal
04. Lap Of The Gods
05. Damnation Of Souls
06. Beggarmen
07. Hail Satanas
08. Sin
09. Punk's Not Dead
10. Death By Thy Name
11. Lest We Forget
12. Valley Of The Kings
13. Fallen Angels


Es gibt Bands, über die braucht man nicht mehr viele Worte verlieren – VENOM sind definitiv eine davon, kommt mit „Fallen Angels“ nun doch das mittlerweile 13. Studioalbum der 1979 gegründeten Metal-Vetaranen in die Läden.

Da der direkte Vorgänger, „Hell“ leider an mir vorübergegangen ist, kann ich nur „Metal Black“ als Vergleich heranziehen. War dieses noch ein düsteres Gewummer aus viel zu basslastigen Gitarren und dröhnenden Drums, klingt „Fallen Angels“ da schon deutlich feiner abgemischt: Sicherlich, räudig as fuck geht es auch hier noch zu, aber ich meine, was erwartet man auch anderes von einer Band wie VENOM. Allein, die Instrumente kommen dieses Mal viel klarer durch und erzeugen so ein insgesamt deutlich homogeneres Gesamtbild.
Nach einem Intro aus Schlagzeug und darauf einsteigender Gitarre, das so auch von AC/DC sein könnte, landet man recht schnell beim VENOM-typischen Black’n’Rotz’n’Roll. Das groovt zwar gewiss ganz amtlich, ist jedoch auch, weil es von VENOM ist, nichts sonderlich Besonderes. So lesen sich auch Songtitel wie „Punk’s Not Dead“ witziger, als sie eigentlich sind, ist der Song dahinter doch, um ehrlich zu sein, nur ein weiterer VENOM-Song, wie man auf dem Album zuvor schon acht gehört hat. Das ist bei einer Band wie dieser natürlich keine Schande, schließlich erwartet von Motörhead auch keiner, dass sie auf einmal etwas gänzlich Neues machen, allein, so richtig weiß mich „Fallen Angels“ dabei nicht zu überzeugen.
Bei alledem muss man dem Trio aber zu Gute halten, dass sie im engen, selbstgesteckten Rahmen durchaus versucht, etwas Abwechslung in die Geschichte zu bringen: So variiert man gerne mal das Tempo, lässt das eine oder andere flotte Solo vom Stapel, und bringt mit „Lest We Forget“ sogar ein Akustik-Interlude ein – einen wirklich bleibenden Eindruck vermag all das bei mir jedoch nicht zu schinden.

Wer auf neuere Darkthrone und, natürlich, alles von VENOM steht, kann auch hier wohl ganz unbesorgt zugreifen – denn auf große Spirenzchen oder Experimente haben VENOM nach bald 33 Jahren offensichtlich keine Lust mehr. So ist „Fallen Angels“ eben ein typisches VENOM-Album – love it or hate it.

Bewertung: 7 / 10

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