Interview mit Jonny Davy von Job For A Cowboy

Bei der „Sanctity Of Brothers“-Tour konnten wir mit Jonny Davy von JOB FOR A COWBOY ein kurzes Gespräch über Vergangenes und zukünftige Aussichten führen. Zum Ursprung des Bandnamen gab es ebenso Auskunft wie auch zum kommenden Album „Genesis“.

Hallo Jonny! Zunächst möchte ich mich bei dir für Möglichkeit bedanken, dir ein paar Fragen zu stellen! Wie geht es dir?
Soweit geht es mir gut, die gesamte Tour ist wirklich großartig, es macht eine Menge Spaß die ganzen Länder aus dieser Sicht kennen zu lernen.

Ihr seid bereits ein paar Wochen mit Unearth, Despised Icon und Daath auf Tour. Wie lief es für euch?
Wir sind sogar schon ne Weile länger auf Tour, da wir vor dieser Tour schon eine mit Unearth und Daath und eine Kanada-Tour mit Despised Icon gemacht haben. Wir kennen die Bands schon ziemlich gut und sind richtig zusammengewachsen. Wir kannten sie vorher schon, aber es ist schön dass wir jetzt doch recht gute Freunde geworden sind.

Ich nehme jetzt einfach mal an, dass das euer erste Mal in Europa ist?
Mhm…

Was sagst du zum europäischen Publikum? Gut oder schlecht, oder einfach anders verglichen zum amerikanischen?
Das Publikum hier ist definitiv anders als in Amerika, bei uns kommen vor allem die Kids und verhalten sich als wären Konzerte Popularitäts-Contests. Hier in Europa kommen die Leute noch wegen der Musik und weil sie eine Band live erleben wollen. Ich persönlich mag das Publikum hier wesentlich mehr!

Kennen die Europäer JOB FOR A COWBOY oder hast du das Gefühl, dass man euch nicht so gut kennt? Ganz so bekannt wie in den Staaten ist euer Name hierzulande ja nicht.
Das hält sich die Waage würde ich meinen, ein paar kennen uns, ein paar nicht. Aber grundsätzlich ist mir das nicht so wichtig, hauptsache es macht Spaß. Und die paar Leute die uns kennen beeindruckten mich ohnehin genug, damit hatte ich nicht gerechnet.

Nur mit „Doom“, einem Bonus Track des Metal Blade Releases und einem Song des kommenden Albums „Genesis“ habt ihr noch nicht allzu viel Material auf dem Markt. Aber welche Reaktionen konntet ihr bisher hervorrufen?
Die „Doom“ EP haben wir aufgenommen, als wir 16 waren, also wirklich jung. Es ist wirklich verrückt, wir hätten niemals damit gerechnet so weit zu kommen wie wir bereits sind. Eben auch weil wir noch so jung sind, ich kann es noch immer nicht ganz glauben, aber es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl!

Was erwartet uns mit dem neuen Album „Genesis“ im Mai?
Es ist auf alle Fälle viel anders als „Doom“, da waren wir noch wirklich jung, aber auch wir sind etwas erwachsener geworden und das wirkt sich auch auf unsere Musik aus. Wir sind älter geworden und haben viel getourt – daraus lernt man natürlich so einiges. Manchen Fans werden von „Genesis“ enttäuscht sein weil sich dieses Album wirklich sehr von seinem Vorgänger unterscheidet. Das neue Material ist schneller und hat viel mehr Death Metal Anteile.

Wie du bereits erwähnt hast seid ihr allesamt noch ziemlich jung, alle im Bereich um die 20 Jahre. Als ihr 2002 JFAC gegründet habt wart ihr erst 15 oder 16 Jahre alt – nun, ich war mit diesem Alter auch in einer Band, hätte aber nie vor so vielen Leuten spielen können. Was für ein Gefühl ist das?
Ich weiß es nicht genau, es ist schon ein wenig verrückt aber absolut überwältigend. Eigentlich spielen wir doch nur Shows und haben dabei Spaß, erst durch das Internet sind wir so bekannt geworden, es hat uns förmlich aufgeblasen. Ich kann das alles noch immer nicht 100%ig verstehen, aber ich bin stolz darauf wie es ist, es macht einfach zu viel Spaß!

Also waren eure Anfangszeiten wie von jeder anderen Band auch? Kleine Gigs mit ein paar Leuten?
Ja absolut, da waren manchmal kaum mehr als fünf bis zehn Leute im Publikum. Aber dann ging alles sehr schnell und plötzlich fanden wir uns vor Hunderten wieder.

Würdest du für Leser die JFAC nicht oder nur flüchtig kennen kurz erklären, welche Art Band ihr seid und welche Musik ihr genau spielt?
Wie gesagt, „Doom“ ist anders als „Genesis“. Wir haben als Metal Band mit schnellen Metal- und Hardcore-Einflüssen gestartet, aber unsere neue CD ist eine Art Straight-Forward-Modern-Fast Pace Death Metal Scheibe, das trifft es ziemlich gut. Also es hört sich teilweise schon nach zwei verschiedenen Welten an, wenn du dir beide CDs anhörst!

Auf dem kommenden Album spielt ihr also schnellen Death Metal und dafür steht die Band?
Ja, schneller und brutaler!

Gibt es da besondere Bands die euch beeinflussen?
Wir alle hören viel modernen Death Metal, so sind wir zum Beispiel große Fans von Decapitated oder Hate Eternal. Solche Bands gefallen und und beeinflussen uns gewissermaßen auch.

Was bedeutet eigentlich der Name „JOB FOR A COWBOY“? Ich meine, ich kann das übersetzen, aber hey, ist das irgendeine Phrase oder hat es etwas Besonderes zu bedeuten? Ich werde daraus nicht schlau…
Nein, nichts dergleichen, wir mussten unserer Band damals einfach einen Namen geben, wollten aber keinen typischen Namen mit „Death“ oder „Suffering“ darin wählen. Das ist alles…

Kannst du mir noch kurz sagen, was ihr für eure nähere Zukunft geplant habt?
Dieses Jahr sind wir – man kann sagen nonstop – auf Tour. Wir promoten die neue CD, ich war jetzt schon drei oder vier Monaten nicht mehr zu Hause, weil wir wirklich durchgehend unterwegs sind, wahrscheinlich werde ich noch weitere zwei Monate nicht nach Hause kommen. Wir reißen uns unseren Arsch auf und touren wirklich so viel wir können.

In welchen Ländern wart ihr denn da schon und wohin führt die Reise noch?
Um ehrlich zu sein – ich weiß es nicht. Offensichtlich Österreich…, nach Europa geht es dann zurück nach Nordamerika und danach hoffentlich wieder zurück nach Europa. Deutschland, Österreich und danach mal Japan!

Das war dann auch schon meine letzte Frage. Im Namen des deutschen Metal-Online-Magazin www.metal1.info möchte ich mich bei dir nochmals bedanken! Ich wünsche euch für eure Zukunft das Beste – und macht was aus eurem Potential, das ihr zweifellos habt. Die letzten Worte gehören wie immer dir!
Am 18. Mai kommt in Deutschland unser neues Album „Genesis“ über Metal Blade in die Läden – kaufen! Danke für das Interview!

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