CD-Review: Apocalyptica - Plays Metallica by Four Cellos

Besetzung

Eicca Toppinen - Cello
Paavo Lotjonen - Cello
Perttu Kivilaakso - Cello
Antero Manninen - Cello

Tracklist

01. Enter Sandman
02. Master Of Puppets
03. Harvester Of Sorrow
04. The Unforgiven
05. Sad But True
06. Creeping Death
07. Whereever I May Roam
08. Welcome Home (Sanitarium)


Eine Band aus Finnland die Metallica Songs spielt? Und das noch auf Celli? Geht denn das überhaupt? Aber natürlich! Auf ihrer Debüt Scheibe sind 8 Klassiker von den Metal Männern aus den USA enthalten. Und diese sind nicht von schlechtern Eltern.

Den Anfang macht „Enter Sandman“. Leider ist der Track auf 3:45 gekürzt. Aber das schmälert die Qualität keineswegs. Schon beim ersten Lied kann der Hörer erstaunt sein, wie detailgetreu die Originale mit dem Cello nachempfunden sind. Das leichte Gekratze und die lieblichen Melodien untermalen das Stück. Auch bei „Master Of Puppets“ geht es ähnlich zu. Die schönen melodischen Teile und das „Tieferwerden“ des Klangs können auch hier überzeugen.

„Harvester Of Sorrow“ ist das dritte Lied. Hier kommt der tiefe Klang etwas mehr zum Einsatz als bei den ersten beiden Stücken. An einigen Teilen kommt dann wieder eine gewisse Melodie rein und der Track wird runder. Bei „The Unforgiven“ wird es, wie im Metallica Klassiker, sehr melodisch und das Lied plätschert dahin und klingt langsam aus. „Sad But True“ „krächzt“ wieder eher, kommt aber wie die Vorgänger auch sehr nah an das Original heran. Genauso kann „Creeping Death“ überzeugen. Es klingt etwas hektischer und abgehackter. Doch keinesfalls schlecht.

Mit einem „Gezupfe“ beginnt „Whereever I May Roam“. Aber der “dunkle” Klang der Celli ertönt sofort und begleitet das Lied die ersten eineinhalb Minuten. Der gezogene, lange, melodische Ton fügt sich ebenfalls gut ein. Das letzte Stück, „Welcome Home (Sanitarium)“, beginnt auch ruhig. Aber das Tempo wird schneller und die Jungs spielen ein paar hohe Töne und setzten dann mit einem wilden „Schlusssprint“ ein, der die CD wunderbar beendet.

Die vier Finnen zeigen hier in perfekter Weise wie sich Klassiker des Metals mit eigentlich ungewöhnlichen Instrumenten so schön runterspielen lassen. Über das ganze Album hinweg kann der Hörer nur mit offenen Mund stauen und wird den Gesang bestimmt nicht vermissen. Für späte ruhige Abendstunden ist dieses Album auf jedenfall zu empfehlen und bietet eine willkommene Abwechslung zu der sonst harten, lauten Musik.

Bewertung: 9 / 10

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