CD-Review: Asphyx - Death... The Brutal Way

Besetzung

Martin Van Drunen – Gesang
Paul Baayens - Gitarre
Wannes Gubbels – Bass
Bob Bagchus - Schlagzeug

Tracklist

01. Scorbutics
02. The Herald
03. Bloodswamp
04. Death... The Brutal Way
05. Asphyx II (The Died As They Marched)
06. Eisenbahnmörser
07. Black Hole Storm
08. Riflegun Redeemer
09. Cape Horn
10. The Saw, The Torture, The Pain


Ich erinnere mich noch gut, als letztes Jahr Hail of Bullets „…Of Frost and War“ erschien. Was wurden damals nicht Aufschreie laut, wenn schon Van Drunen und Old School Death, sollten es doch bitte gleich ASPHYX sein, und so wäre es doch nicht das wahre. Dennoch wurde das Album mit seinem sehr heftigen Sound und der gelungen umgesetzten WK II – Thematik in den meisten Kreisen sehr positiv aufgenommen. Und nun sind also ASPHYX selbst zurück und dürfen beweisen, dass sie ihre „Light“-Version ohne weiteres an die Wand klatschen können.

Und an die Wand klatschen tut „Death… The Brutal Way“ in allen Belangen. Unerheblich dabei, ob dieser Effekt durch brachiale Granaten wie „Scorbutics“ oder „The Herald“, durchstampfende Dampfwalzen wie „Black Hole Storm“, oder vollends in traditionellem Doom Death gehaltenes Material wie „Asphyx II (They Died As They Marched)“ erreicht wird. Relevant ist nur, dass es wummst, und dafür sind ASPHYX ja seit jeher ein Garant. Dazu gesellt sich die bekannte, unbarmherzige Kriegsatmosphäre, die den Bombenhagel auf dem Schlachtfeld bildlich werden lässt. Nie zu vernachlässigen ist bei solchen Alben neben der drückenden Stimmung aber selbstverständlich auch der Spaßfaktor, und auch hier können die Jungs auftrumpfen: Songs wie „Eisenbahnmörser“, die einfach Non-stop Gas geben und dabei mit äußerst prägnanten Riffs aufwarten, laden einfach zum biergeschwängerten Mitfeiern ein. Soundtechnisch bleibt man sich dabei im wesentlichen treu, nach Old School klingt das ganze zweifellos, allerdings werden durchaus die modernen Möglichkeiten zur Erzeugung von Druck verwendet, hier lässt sich ebenfalls nichts bemängeln. Als besonders bemerkenswert stellt sich der sehr kraftvolle Basssound heraus, der auch bei schnellen Songs immer gut hörbar bleibt und einiges zum plättenden Gesamtsound beiträgt.

Ob „Death… The Brutal Way“ nun besser ist als „…Of Frost and War“ ist schwer zu beurteilen, Hail of Bullets sind moderner und heftiger, ASPHYX haben natürlich die Extraportion Style sowieso gepachtet, hochwertigen Death Metal bzw. Doom Death bieten beide. Was da nun besser ist muss jeder selbst entscheiden, fest steht aber definitiv, dass ASPHYX sich für ihr Comeback nicht mit Mittelklasse-Material zufriedengaben sondern, ihrem Ruf als Death-Legenden gerecht werdend, ein abermals vollends plättendes, unterhaltsames Album vorlegen, dem vielleicht bisweilen die sich absolut festsetzenden Momente fehlen. Man darf weiter gespannt sein!

Bewertung: 8 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: