CD-Review: Blitzmaschine - Useless Pain (EP)

Besetzung

Holger – Synthesizer
Matze – Synthesizer

Tracklist

01. Useless Pain (7" Single Mix)
02. Gotcha! (Green Bullet Mix)
03. Useless Pain (12" Club Mix)
04. Blondes Mädchen (Mesh Mix)
05. Was hasst du? (Kreign MG42-RMX)
06. Blondes Mädchen (Hardwire Remix)
07. Vorwärts (Gedreht Remix)
08. Useless Pain (Videoclip)


„EBM für die Mittelschicht“ prangt über der Homepage von BLITZMASCHINE. Elektronische Klänge für die breite Masse? So ziemlich. Musikalisch erinnert das Duo auf seinem ersten Album „Faustrecht“ an eine Mischung aus And One, Nitzer Ebb und DAF. Aus diesem Longplayer stammt wiederum „Useless Pain“, welches in aufgemotzter Version noch einmal als EP veröffentlicht wurde.

Ja, richtig gelesen: „Useless Pain“ von Blitzmaschine ist bereits Teil des eingangs erwähnten Erstlingswerks. Als Vorbote für einen geplanten Nachfolger von „Faustrecht“ schicken die Musiker den Track in ausführlicher EP-Verpackung und inklusive Videoclip noch einmal voraus. Der Club Mix verdient dabei eindeutig das Prädikat „noch tanzbarer“ als das bereits bekannte Original, welches als Opener dient. Generell steht die englische Sprache dem Duo deutlich besser zu Gesicht als die deutsche, was sich wiederum bei den Remixen von „Was hasst du?“ und „Vorwärts“ zeigt. Die Ursprungsversionen beider Songs sind ebenfalls auf „Faustrecht“ enthalten, wodurch sich der Mehrwert von „Useless Pain“ besonders für die Besitzer des ersten Albums in engen Grenzen hält.
Immerhin: Die Beats marschieren, die Basslines sind szenetypisch und der Gesang wird überwiegend geshoutet – keine Genrerevolution, aber fernab des ab und an fragwürdigen Sangesparts durchaus hörbar, nicht nur im Club. Beim einzig neuen Song „Gotcha!“ wirkt der Gesang besser in das EBM-Gerüst integriert und demnach dürfte sich dies wohlwollend auf den „Faustrecht“-Nachfolger auswirken. Auch die Beats wirken noch einen Tacken ausdifferenzierter, der nächste konsequente Schritt in die richtige Richtung also.

Die „Blondes Mädchen“-Remixe von Mesh und Hardwire dürften hingegen wirklich nur für Fans und Genreinteressierte von Belang sein. Nette Dreingaben auf einer EP, die mit einer Gesamtlänge von 30 Minuten zum Singlepreis und einem Videoclip als Bonus insgesamt überzeugt.

Keine Wertung

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