CD-Review: Blues Pills - Live At Rockpalast (EP)

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: Nuclear Blast
  • Spielart: Rock
Besetzung

Elin Larsson – Gesang
Dorian Sorriaux – Gitarre
Zack Anderson – Bass
Cory Berry – Schlagzeug

Tracklist

01. In The Beginning
02. Black Smoke
03. Little Sun
04. Mind Exit


Es gibt bisweilen Bands, deren Präsenz man sich einfach nicht entziehen kann. Für alles Fans des Classic- und Psycedelic Rock gilt dies im Moment vor allem für zwei Vertreter: The Vintage Caravan und BLUES PILLS. Während Erstere gerade ihr zweites Album „Voyage“ veröffentlicht haben, schieben Letztere nach ihrer gefeierten EP „Devil Man“ (der mit „Bliss“ bereits eine EP voranging) nun mit „Live At Rockpalast“ noch eine dritte EP nach, wohl, um den Fans einen weiteren Appetithappen vorzuwerfen und sie so bis zum Release des Debüts bei Laune zu halten.

Vier Songs haben es auf „Live At Rockpalast“ geschafft, was in einer Spielzeit von rund 15 Minuten resultiert. Den Anfang gibt das instrumentale „In The Beginning“, das gut zu unterhalten weiß, auch wenn man um Vergleiche mit Led Zeppelin und den Zeitgenossen von Graveyard nicht vorbei kommt, denn hier lassen sich BLUES PILLS nur schwerlich von den Schweden unterschieden.
Das ändert sich mit Beginn des jazzig angehauchten „Black Smoke“, auf welchem die Band erstmals ihr Alleinstellungsmerkmal präsentiert: Sängerin Elin Larsson, konkreter ihre Stimme. Denn was die junge Frau sich hier aus der Kehle zaubert, ist tatsächlich große Klasse. Mal rau röhrend, mal kraftvoll singend, dann wieder gefühlvoll hauchend – die Dame hat einen Stimmumfang der keine Vergleiche zu scheuen braucht. Mit „Little Sun“ weiß allerdings nur ein weiterer Track von „Live At Rockpalast“ mit Gesang aufzuwarten, denn das abschließende „Mind Exit“ ist wieder eine Instrumentalnummer.

BLUES PILLS bieten ihren Fans hier zwar nichts Neues, aber wenigstens ist die Aufmachung schön (sowohl bei der LP als auch der CD-Version). Ob man diese Veröffentlichung unbedingt braucht, wenn man die beiden vorangegangenen EPs schon besitzt, ist fraglich– für eine erste Auseinandersetzung mit der Truppe bietet sich die Platte hingegen durchaus an. Irgendwie wird man das Gefühl trotzdem nicht los, dass die Band ihre Zeit auch in die Fertigstellung des Albums hätte investiert können, was den Fans sicher besser gefallen hätte als vier Live-Tracks als EP angeboten zu bekommen.

Keine Wertung

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