CD-Review: Burning Witches - Burning Witches + Burning Alive (Re-Release)

Besetzung

Seraina Telli - Gesang
Romana Kalkuhl - Gitarre
Sonia Nusselder - Gitarre
Jeanine Grob - Bass
Lala Frischknecht - Schlagzeug

Tracklist

01. Black Widow
02. Burning Witches
03. Bloody Rose
04. The Dark Companion
05. Metal Demons
06. Save Me
07. Creatures Of The Night
08. We Eat Your Children
09. Creator Of Hell
10. The Deathlist
11. Jawbreaker
12. Metal Demons (Live)
13. Black Widow (Live)
14. Holy Diver (Live)
15. Burning Witches (Live)


Eines muss man den Jungs und Mädels von Nuclear Blast lassen: Sie haben ein Gespür für vielversprechende Newcomer. Eben deshalb stehen die Schweizer Powerfrauen von BURNING WITCHES seit Anfang 2018 beim Branchenriesen unter Vertrag und haben mit „Hexenhammer“ bereits einen recht erfolgreichen Einstieg vorgelegt. Die Band ist seit 2015 aktiv und ganz klar im klassischen Heavy Metal zu verorten. Nun wird das Debüt „Burning Witches“ aus dem Jahre 2017 zusammen mit der Live-EP „Burning Alive“ neu aufgelegt, um auch das Frühwerk der Band wieder zugänglich zu machen.

Nun mag man es im ersten Moment für einen mehr oder wenigen schlechten Marketing-Gag halten, eine All-Female-Heavy-Metal-Band BURNING WITCHES zu nennen, ein so klischeehaftes Cover zu gestalten und Songs Namen wie „Metal Demons“ oder „Black Widow“ zu geben, aber zum Glück widerlegen die Musikerinnen schnell jegliche Bedenken. BURNING WITCHES zelebrieren auf ihrem Debüt melodischen Heavy Metal, der aber nie zu glatt oder modern aus den Boxen schallt. Stattdessen sind deutliche Einflüsse von Judas Priest, Dio oder frühen Warlock zu hören, welche die Band geschickt mit ihrem eigenen Stil vermengt. Vom balladesken „Save Me“ einmal abgesehen, tritt die Band durchgehend aufs Gas und überzeugt in Stücken wie „Black Widow“, „Bloody Rose“ oder „The Deathlist“ mit schnellen Gitarrenläufen, wuchtigem Drumming und variablen Vocals. Frontfrau Seraina Telli entlockt ihrer Stimme sowohl raue als auch melodische und hohe Töne, wobei vor allem letztere der Dame sehr gut zu Gesicht stehen. Ihre Ausflüge in die harscheren Tonlagen kranken doch noch etwas an fehlendem Volumen, was vor allem bei „The Dark Companion“ störend auffällt. Das abschließende Judas-Priest-Cover „Jawbreaker“ macht den Sack dicht und rundet ein überzeugendes Debüt gelungen ab.

Die letzten vier Tracks stellen die Live-EP „Burning Alive“ aus dem Jahre 2018 dar, die damals auf 500 Stück limitiert war. Neben den Songs „Burning Witches“, „Black Widow“ und „Metal Demons“ vom Debüt, befindet sich auf das Dio-Cover „Holy Diver“ auf der EP. Dieses Cover stellt auch das Highlight von „Burning Alive“ dar, zeigt es doch mit welcher Hingabe und Leidenschaft BURNING WITCHES dem Heavy Metal frönen.

Klischees hin oder her, BURNING WITCHES meinen es ernst mit dem Heavy Metal. Melodisch, schnell und rau kommt ihr Debüt daher und vereint klassische Elemente der Szenegrößen mit einem frischen Anstrich. Dieser Re-Release lohnt sich definitiv.

 

Bewertung: 8 / 10

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