CD-Review: Clint Lowery - God Bless The Renegades

Besetzung

Clint Lowery - Gesang, Gitarre
Wolfgang Van Halen - Bass, Schlagzeug
Michael "Elvis" Baskette - Synthesizer, Keyboard, Orgel

Tracklist

01. God Bless The Renegades
02. Here
03. Kings
04. Alive
05. What's The Matter
06. You Go First
07. Allowed To Run
08. Silver Lining
09. She's Free
10. Do We Fear God


Nach über 20 Jahren Karriere bei seiner Hauptband Sevendust und Arbeiten mit Dark New Day, Hello Demons…Meet Skeletons, 3 Years Hollow oder Digital Summer öffnet CLINT LOWERY ein neues Kapitel. Mit „God Bless The Renegades“ veröffentlicht er sein erstes Soloalbum, das im Studio Barbarosa in Florida mit Michael „Elvis“ Baskette (Slash, Alter Bridge) produziert wurde. Das Debüt soll Einflüsse von Nine Inch Nails, Queens Of The Stone Age, The Police, Peter Gabriel und Tears For Fears miteinander verbinden.

Musikalisch wird Lowery auf seinem ersten Solowerk von Baskette und Wolfgang Van Halen (Tremonti, Van Halen) unterstützt. Bereits der Opener und Titeltrack besticht mit seinen markanten Riffs, dem stark einprägsamen Refrain und seiner Nähe zum Stil von Sevendust. Gesanglich macht CLINT LOWERY einen ordentlichen Job, der von raueren bis hin zu melodischen Parts reicht.

Das Riffing des Gitarristen steht zwar nicht im Vordergrund, nimmt aber einen wichtigen Part auf dem gesamten Album ein. Doch auch Van Halens Schlagzeugarbeit ist stets präsent und treibt die Songs entsprechend nach vorne. Neben dem Titeltrack ist das ohrwurmverdächtige „Kings“ ein Highlight der Platte.

Obwohl alle Songs einen ähnlichen Grundklang aufweisen, können sie dennoch genug variable Details liefern, um nicht in Langeweile zu versinken. „What’s The Matter“ wird beispielsweise von feinen Keyboard-Klängen untermalt, während „Allowed To Run“ in den Strophen Progressive-Rock-Atmosphäre mitbringt.

CLINT LOWERY orientiert sich stark am Klang seiner Hauptband Sevendust, geht den Alternative Rock aber etwas gemächlicher und mit weniger Härte an, setzt dafür stark auf melodische Anteile und die großen Refrains. Für Fans der Band sollte „God Bless The Renegades“ definitiv hörenswert sein, aber auch für Freunde qualitiativer Alternative-Rock/Metal-Klänge ist das Solodebüt des US-Amerikaners empfehlenswert, da alle zehn Songs auf anständigem Niveau geschrieben und produziert wurden. Wenig Pathos, kaum aufgeblasener Klang, dafür handgemachte, ehrliche Rockmusik. Dafür beide Daumen nach oben.

Bewertung: 8 / 10

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