CD-Review: Cover Your Tracks - Fever Dream

Besetzung

Paul Rose - Gesang
Omar Magana - Gitarre
Cory Ferris - Bass
Brent Guistwite - Schlagzeug

Tracklist

01. Spin The Bottle
02. Striking Matches
03. Bellow
04. Are We Innocent
05. Good Enough
06. Lights Out
07. Cages
08. Follow Me
09. Never Again
10. The Surge


Aus Atlanta kommt eine neue Formation, die sich den Namen COVER YOUR TRACKS verpasst hat. Glücklicherweise ist sie keine Cover-Band. Vielmehr können die vier involvierten Musiker auf Erfahrungen bei anderen Gruppen wie Woe, Is Me, Decoder oder Cursed Sails zurückblicken. Mit „Fever Dream“ ist jetzt, knapp zwei Jahre nach der Gründung, das erste Album des Quartetts erschienen.

Was der Hörer geboten bekommt, kann als Mischung aus energiegeladenem Post-Hardcore und modernem Alternative Rock mit gelegentlichen Ausflügen in Richtung Metalcore bezeichnet werden. Die ersten beiden eingängigen Titel „Spin The Bottle“ und „Striking Matches“ beweisen diese Herangehensweise bereits in sehr guter Weise. Glücklicherweise werden die einzelnen Merkmale im weiteren Verlauf variiert oder voneinander abgekoppelt präsentiert. So ist „Bellow“ ein lupenreiner Metalcore-Brecher ohne Klargesang, dafür aber mit brachialen Gitarrenriffs und durchgeknallten Mathcore-Einschüben. In der Folge gestaltet sich „Are We Innocent“ als Alternative-Rocker, der auch von Hoobastank oder 3 Doors Down eingespielt sein könnte. Das ist zwar etwas zu poppig für das bisherige Soundgewand, hat aber durchaus Ohrwurm-Charakter. Dieses Wechselspiel aus radiotauglichen Rock-Nummern und aggressiveren Tracks ist eine große Stärke der US-Amerikaner, die auf „Fever Dream“ zumindest keine Langeweile entstehen lässt. Das ist einerseits innerhalb dieses Stils nicht grundsätzlich gegeben, andererseits sollte es in nur 33 Minuten aber eben auch spielerisch möglich sein. „Cages“ ist mit seinen elektronischen Spielereien, markanten Drums und Keyboard- bzw. Streicher-Untermalung das spannendste und gleichfalls emotionalste Stück des Longplayers. Auch der Produktion kann man keine großen Mängel attestieren, werden doch die einzelnen Merkmale positiv hervorgehoben und jedem Instrument genug Platz zur Entfaltung geboten. Das Artwork sei ebenfalls erwähnt, ist es zumindest spannend zu betrachten und unterstreicht den Albumtitel auf seine Art recht gut.

Trotzdem ist COVER YOUR TRACKS nicht der große Wurf gelungen, obwohl das Debüt „Fever Dream“ viele positive Eigenschaften aufweist. Das liegt vor allem an den fehlenden großen Hits und auch an dem zurückbleibenden Gefühl, dass aus einigen Songs noch mehr hätte herausgeholt werden können. So schafft das Musikergespann ein interessantes Album mit kleineren Schwächen, das vor allem in den Hörerkreisen von Post-Hardcore und Alternative Rock auf Gefallen stoßen wird.

Bewertung: 6 / 10

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