CD-Review: Death Angel - The Dream Calls For Blood

Besetzung

Mark Osegueda – Gesang
Ted Aguilar – Gitarre
Rob Cavestany – Gitarre
Damien Sisson – Bass
Will Caroll – Schlagzeug

Tracklist

01. Left For Dead
02. Son Of The Morning
03. Fallen
04. The Dream Calls For Blood
05. Succubus
06. Execution – Don’t Save Me
07. Caster Of Shame
08. Detonate
09. Empty
10. Territorial Instinct – Bloodlust


Das Cover von "The Dream Calls For Blood" von Death Angel

Zwar sind sie schon seit 1982 aktiv, da ihr erstes Album erst `87 erschien, sind sie die „Spätzünder“ der Bay Area-Szene. Das hat sie allerdings keineswegs daran gehindert, mit Alben wie eben „The Ultra Violence“ Kultstatus zu erreichen und auch in jüngeren Jahren waren die Kalifornier stets Garant für Qualität. Umso erfreulicher ist es, dass mit „The Dream Calls For Blood“ das nächste Album der Truppe ansteht.

Da haben sich die Herren aus San Francisco aber mächtig ins Zeug gelegt: Das hypnotische Intro von „Left For Dead“ wird schon nach kurzer Zeit von unerbittlich sägenden Gitarren abgelöst und bereits hier wird deutlich, dass DEATH ANGEL auf „The Dream Calls For Blood“ um ein Vielfaches kompromissloser, kraftvoller und direkter agieren als auf dem bereits überragenden Vorgängeralbum. Die Nummer ist, ganz wie man es von der Truppe gewohnt ist, verschachtelt und lebt von durchweg intelligenten Riffs, allerdings beweist bereits hier das höhere Aufkommen an Gitarrensoli, dass die Kalifornier auf ihrer neuen Platte vor Spielfreude überschäumen.

So geht es denn auch weiter: War „Relentless Retribution“ bereits eine verdammt gute Platte, so übertreffen sich DEATH ANGEL auf ihrem neuen Album in jeder Hinsicht selbst. Songs wie „Fallen“, der Titelsong, „Execution – Don’t Save Me“ oder „Caster Of Shame“ lassen keinen Zweifel daran, dass hier sämtliche stilbildenden Elemente der Band in Vollendung vorhanden sind. Frontmann Mark Osegueda ist ganz offensichtlich in stimmlicher Hochform, Riffing und Songstrukturen sind durchdacht wie eh und je und die Leadgitarren auf „The Dream Calls For Blood“ fallen technischer, melodiöser und insgesamt prägnanter aus.

Dabei geht die Mannschaft nicht nur zielgerichteter, sondern auch eine ganze Ecke härter zu werke – „Relentless Retribution“ mag den fieseren Titel gehabt haben, aber die eigentliche Kampfansage steckt eindeutig in Nummern wie „Succubus“ und „Empty“. Fairerweise sollte an dieser Stelle auch erwähnt werden, das ein nicht unerheblicher Teil des Charmes dieser Platte von der gelungen Produktion herrührt, denn DEATH ANGEL klangen noch nie so roh und direkt – so muss das.

Mit „The Dream Calls For Blood“ haben DEATH ANGEL klar eines der besten Alben ihrer bisherigen Karriere abgeliefert. Die Platte zeigt eine ebenso routinierte wie angriffslustige Band, die hier eindrucksvoll beweist, dass sie problemlos mit den aktuellen Veröffentlichungen von Kollegen wie Kreator oder Testament mithalten kann. Volle Punktzahl für eines der besten Thrash Metal-Alben der letzten Jahre.

Bewertung: 10 / 10

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