CD-Review: Death Before Dishonor - Unfinished Business

Besetzung

Bryan Harris- Gesang
Colin Reilly – Gitarre
Frankie Puopolo – Gitarre
Austin – Bass
Ben Kelly - Schlagzeug

Tracklist

01. Cowards Will Fall
02. True Defeat
03. Freedom Dies
04. Save Your Breath
05. Bad Blood
06. Haunted
07. Left To Die
08. Promises Of Yesterday


Das 2007 erschienene Album “Count Me In” der Bostoner Hardcore-Band DEATH BEFORE DISHONOR hat ihr über Landesgrenzen hinweg zu größerer Bekanntheit verholfen: Seit 2009 ist allerdings nur noch wenig von der Band zu hören gewesen, “Unfinished Business” ist das erste Release seit zehn Jahren.

Einerseits kann man sich die Frage stellen, ob man es bei acht Songs und ganzen 21 Minuten Spielzeit tatsächlich mit einem Album im eigentlichen Sinne zu tun hat: Andererseits steht ‒Album oder nicht ‒ außer Frage, dass “Unfinished Business” eine Menge Moshpit-Material bereit hält: Der Sound ist kernig und orientiert sich an den alten Alben der Band, auch wenn die Gitarren ruhig noch etwas druckvoller hätten sein können. Musikalisch bieten  DEATH BEFORE DISHONOR eine Mischung aus temporeichen Hardcore-Nummern und typischen Midtempo-Rhythmen.

Am Besten funktioniert das, wenn die Band schnelle Passagen an den richtigen Stellen mit abrupten Tempowechseln und eingängigen Moshparts kombiniert, wie etwa in “Left To Die”.  “Bad Blood” ist dabei der schnellste und eingängigste Song des Albums: Hier ist es die Mischung aus Thrash-Gitarren und einem zündenden Refrain, die den Ausschlag gibt.  “Cowards Will Fall” und “Freedom” bieten ebenfalls eine Menge Geschwindigkeit, wenn auch wenig Überraschendes. Weiterhin sticht “Haunted” hervor, das sich als einziger Song durchgängig im gemäßigten Tempo bewegt und dabei durch eine Mischung aus Breakdowns und Groove auszeichnet. In “Promises Of Yesterday” gibt es noch ein nettes Solo zu hören, davon hätte es ruhig etwas mehr sein dürfen.

Fragt man sich vor dem ersten Durchlauf, ob 21 Minuten für ein Album ausreichend sind, denkt man sich hinterher, dass es wohl auch 15 getan hätten: “Unfinished Business” ist dermaßen kurzweilig, dass sich schon in der zweiten Albumhälfte leichte Abnutzungserscheinungen zeigen. Das Album stellt damit ein solides Comeback dar – nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Bewertung: 6 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: