CD-Review: Death Destruction - Death Destruction

Besetzung

Jimmie Strimell – Vocals
Henrik Danhage – Guitars
Fredrik Larsson – Bass
Jonas Ekdahl – Drums

Tracklist

01. The Shredding March
02. Kill It!
03. Fuck Yeah
04. Silence
05. Hellfire
06. Mark My Words
07. Day Of Reckoning
08. Purified
09. Chained In Thoughts
10. Sea Of Blood
11. Kingdom Come


DEATH DESTRUCTION und ihr selbstbetiteltes Debut-Album sind nun also der Grund, wofür Jonas Ekdahl und Henrik Danhage bei Evergrey hingeschmissen haben. Wachsen manche Musiker in einer neuen musikalischen Umgebung, in der sie endlich die Altlasten der Stammband abstreifen können, über sich selbst hinaus, darf man mit einem großen Fragezeichen versehen, ob der Gitarrist und der Schlagzeuger das hier auch geschafft haben.

Neben dem unheimlich dämlichen Bandnamen sticht schnell auch das ebenso prollige Artwork ins Auge, das die Annahme nahelegt, dass diese Scheibe weder nach Fredrik Larssons Stammband Hammerfall, noch eben nach Evergrey klingen wird. Und bei Gott, das tut sie nicht. DEATH DESTRUCTION schaffen im Gegenteil einen ziemlich ungemütlichen Bastard aus Hardcore, Death und Thrash Metal, der mit einer Menge Tempowechseln, meistens aber dennoch bei mittlerer Geschwindigkeit, verdammt kompromisslos kübelt. Zumeist stehen dabei möglichst primitiv gehaltene Grooves im Vordergrund, über welchen sich Jimmie Strimell die Seele aus dem Leib kotzt. Wie ich das finden soll, ist schwer zu sagen. „Hellfire“ und „Mark My Words“ sind Tracks, die man sich trotz des Umstands, dass DEATH DESTRUCTION alles andere tun, als das Rad neu zu erfinden, merken kann. Die Power, die hier in manchen Songs zu finden ist, ist durchaus bemerkenswert. Klar, bisweilen klappt das auch eher wenig und die Göteburger klingen, als wäre diese Band Teil eines Anti-Aggressionstherapie-Gruppenprojekts, in der alle einfach nur auf die Kacke hauen, ohne sich um das Resultat zu sorgen, was dann durchaus nervig wirken kan. Und zum Teil ballern sich DEATH DESTRUCTION auch einfach nur vollkommen konzeptlos durch die Steppe, wo die Truppe dann trotz der eher aufdringlichen Musikrichtung höchstens ein teilnahmsloses Schulterzucken provoziert.

Ohne jetzt gute gegen schlechte Riffs aufwiegen zu wollen, habe ich das Gefühl, dass für dieses Album gerade bezüglich des Abwechslungsreichtums etwas mehr drin gewesen wäre. Danhage und Ekdahl haben sich hiermit sicher kein riesiges Ei gelegt, aber etwas mehr Prägnanz und nicht zuletzt auch musikalische Relevanz würde den Jungs sicher nicht schlecht tun. „Death Destruction“ hat ein paar coole Aggro Metal-Songs, aber alles in allem bleibt die Musik doch relativ beliebig und einseitig.

Bewertung: 6 / 10

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