CD-Review: Despised Icon - Purgatory

Besetzung

Alex Erian – Gesang
Steve Marois – Gesang
Eric Jarrin – Gitarre
Benoit Landreville – Gitarre
Sébastien Piché – Bass
Alexandre Pelletier - Schlagzeug

Tracklist

01. Dernier Souffle
02. Purgatory
03. Light Speed
04. Slow Burning
05. Snake In The Grass
06. Vie D’Anges
07. Moving On
08. Unbreakable
09. Apex Predator
10. Legacy
11. Dead Weight


Drei Jahre nach dem Comeback-Album “Beast“ legen die kanadischen DESPISED ICON mit “Purgatory“ ihr nächstes, insgesamt sechstes Studio-Album vor. Inzwischen steht die Band nicht mehr bei Century Media, sondern bei Nuclear Blast unter Vertrag.

Dementsprechend ist auch die Produktion druckvoller ausgefallen als auf “Beast“ – hingegen missrät der Start ins Album mit dem Titeltrack gehörig: Eintönig und ideenlos, besteht die zweite Hälfte des Songs aus einem monotonen Breakdown, der durch eine extrem dissonante Gitarre „veredelt“ wird. “Light Speed“ hat zwar gute Momente, doch auch hier zerstören DESPISED ICON nach temporeichen 90 Sekunden mit einem langgezogenen, extrem stumpfen Ein-Akkord-Breakdown jegliches Momentum. Das ist nix.

Besser klingt das in “Slow Burning“ und dem Highlight des Albums, “Vie d’Anges“: Hier vereinen DESPISED ICON auf großartige Weise rasante Blast Beats mit groovenden Midtempo-Rhythmen und Slam-Death-Metal-Parts – anders als zu Beginn des Albums funktioniert das in “Vie d’Anges“, weil die Band sich hier extrem variabel zeigt. Auch das Wechselspiel der Sänger Alex Erian und Steve Marrois funktioniert blendend. Eher unkonventionell ertönt dagegen “Moving On“, dessen Glanzstück das famose Solo im Mittelteil ist und in dem DESPISED ICON mit beinahe orchestralen Elementen experimentieren.

Auch wenn die Kanadier stets versuchen, mit vielen Tempowechseln zu arbeiten, gelingt das nicht so gut wie auf den Vorgänger-Alben: DESPISED ICON zeigen auf “Purgatory“ weder das hohe Niveau im Songwriting, durch das sie in “Day Of Mourning“ glänzten, noch die Durchschlagskraft von “Beast“ oder die eingängigen Momente von “The Ills Of Modern Man“. Das Album überzeugt lediglich in einzelnen Passagen und klingt ansonsten uninspiriert. Es bleibt weniger als eine Handvoll überzeugender Songs. Da wäre mehr drin gewesen.

 

Bewertung: 6 / 10

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