CD-Review: Ensiferum - Ensiferum

Besetzung

Jari Mäenpää – Gesang, Rhythmus-, Lead- und Akustik-Gitarre, Synthesizer
Markus Toivonen – Folk- und Akustik-Gitarre, Percussion
Jukka-Pekka Miettinen – Bass
Oliver Fokin – Schlagzeug
Trollhorn – Keyboards, Synthesizer
Marita Toivonen – Kantele
Johanna Vakkuri – weiblicher Gesang (bei “Eternal Wair”)

Tracklist

01. Intro
02. Hero In A Dream
03. Token Of Time
04. Guardians Of Fate
05. Old Man (Väinämöinen)
06. Little Dreamer (Väinämöinen Part II)
07. Abandoned
08. Windrider
09. Treacherous Gods
10. Eternal Wait
11. Battle Song
12. Goblins’ Dance


Wow Mama, was für eine exotische Mischung! Ich hatte vor dem Genuss dieser 55-minütigen Scheibe ja schon viel von Ensiferum gelesen, und als es dann endlich so weit war, und ich mir das Teil anhören konnte – ich war einfach nur geplättet.Schon das Intro ist der absolute Kult, und was danach folgt, ist nur noch der blanke Wahnsinn. Mit „Hero In A Dream“ beginnt ein Reigen voller genialer Songs, bei denen ein Killerriff dem nächsten folgt.
Atemberaubende Gitarrenläufe, cooles Drumming (nicht nur in den genialen Doublebass-Passagen), eine wunderbar aggressive und kratzige Stimme, heroische Chorgesänge und Melodien über Melodien… Hier treffen In Flames, Finntroll und Blind Guardian zusammen, treffen sich irgendwo in der Mitte, und zumindest ansatzweise kommt dabei Ensiferum raus. Vergleiche sollten das jetzt nicht gewesen sein, nur Anhaltspunkte… aber auch so kann man sich kaum gar nicht vorstellen, wie die Finnen denn klingen.

Man höre nur alleine die akustischen Gitarren und epischen Chöre bei „Token of Time“, die nur noch genialen Melodien bei „Guardians Of Fate“, die nordische Atmosphäre und das ausgefeilte Drumming bei „Old Man“ und… die Liste lässt sich eigentlich endlos fortsetzen.
Schon beim ersten Eindruck macht die Scheibe einen dermaßen guten Eindruck, dass es schon unheimlich wird, und dieser gute Eindruck hält auch die weiteren Durchläufe stand, besser gesagt wird er von mal zu mal besser! Über die gesamte Spielzeit lässt sich kein einziger Ausfall finden, keine Schwachstelle, gar nichts… hier passt einfach alles. Von der ersten bis zur letzten Minute. Dazu kommt die Produktion, die wirklich perfekt ist und zusammen mit dem stimmungsvollen und absolut passendem Coverartwork inklusive feschem Bandlogo, womit der überaus positive Gesamteindruck noch wohlwollend abgerundet wird.

Zwar ist alles schon von Anfang an sehr eingängig, doch wirkt hier niemals etwas platt, flach oder eintönig – an Abwechslung wird hier wahrlich nicht gespart, so hat jeder Song eine eigene Note und doch trägt alles die selbe Handschrift und fügt sich zu einem überzeugendem Ganzen zusammen. „Ensiferum“ macht von vorne bis hinten mächtig Spaß, da lässt sich bangen, tanzen, saufen und was auch immer man als Metaller machen will tun.
Vielleicht hats ja irgendjemand gemerkt, aber hier hab ich ja nur mit Superlativen um mich geworfen, wie mit Promo-CDs durchschnittlicher Hardrock-Bands. Ich habe bisher noch nie die Höchstnote für ein Debüt vergeben, doch irgendwann ist anscheinend immer das erste mal, und im Falle Ensiferum komme ich um die maximale Punktzahl nicht drum herum… Genial, von vorne bis hinten, eine Empfehlung an alle Metalfans!
Da freut es umso mehr, dass der Nachfolger schon fast den Kinderschuhen entwachsen ist.

Bewertung: 10 / 10

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