CD-Review: Gravity - Noir

Besetzung

Emilie Thium - Gesang
Alexandre Meddeb - Gitarre
Tim - Bass
Richy - Schlagzeug

Tracklist

01. Ouverture
02. Noir
03. Le Premier Eclat
04. Noctifer - De l'homme Au Loup
05. Noctifer - Le Porteur De Nuit
06. Noctifer - Démonarque I
07. Noctifer - Démonarque II
08. Noctifer - Ogres
09. Dune
10. Hypérion
11. Indigence I
12. Indigence II
13. La Derniére Empreinte


Mit „Noir“ legen die jungen Franzosen von GRAVITY ihr Drittwerk vor. Anders als der Name andeutet, lässt sich ihre Musik allerdings nicht einer pechschwarzen Richtung zuordnen, sondern scheint eher im Bereich des modernen Metal beheimatet zu sein. Das Vierergespann beweist das frühzeitig mit den Versuchen, Djent-lastig grooven zu wollen; allerdings soll es eher bei gut gemeinten Versuchen bleiben anstatt bei einer tatsächlich gelungenen Umsetzung. 

Mit einer knapp einstündigen Spielzeit bieten GRAVITY zwar quantitativ genügend Material, welches allerdings nicht mit einer entsprechenden Qualität punkten kann. Und die nur ausreichend zu bescheinigende Güte bezieht sich sowohl auf die Produktion als auch auf die Kompositionen als solches: zu wenig Druck steckt in der Platte, nicht sonderlich viel Kreativität in den Songs. Mögen GRAVITY mittels des Wechseln von männlichen und weiblichen Gesang zwar zumindest um eine Kontrastbildung bemüht zu sein, reicht der bloße Wille eben doch nicht aus.  

Zu unspannend ist dieser Wechsel gestaltet, zu vorhersehbar wird er mit der Zeit. Mag der männliche Gesang an die düstere Rohheit eines Celeste-Albums erinnert, hält dieser Vergleich zu kurz an, da GRAVITY auf Albumlänge zu wenig damit arbeiten. Gleiches gilt für die Ideen der 13 Tracks: Mitunter zu lang und meistens mit zu vielen Längen ausgestattet, besitzen die Tracks daneben außerdem weder griffige Riffs noch erinnerungswürdige Hooks. Stattdessen bleibt eher das schwache Gitarrenspiel im Hinterkopf, da „Noir“ im Wesentlichen von uninspirierten Geklimper anstatt abwechslungsreichen Riffs geprägt ist. 

In Summe resultiert daraus das schwache Ergebnis, welches dann zu beobachten ist, wenn das Können weit hinter der Ambition der Musiker steht: keine Atmosphäre, kein Spannungsaufbau, keine Abwechslung und nichts, was „Noir“ in irgendeiner Art und Weise von anderen Modern-Metal-Kapellen abheben könnte.  

Bewertung: 4 / 10

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