CD-Review: Gus G. - I Am The Fire

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: Century Media
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Gus G. – Gitarre, Bass, Keyboards
Gastmusiker
Alexia Rodriguez - Gesang
Blake Allison – Gesang
Billy Sheehan – Bass
David Ellefson – Bass
Jacob Bunton – Gesang
Jeff Scott Soto – Gesang
Joey Walser – Bass
Mats Levén – Gesang
Michael Starr – Gesang
Tom S. Englund – Gesang

Tracklist

01. My Will Be Done (feat. Mats Levén)
02. Blame It On Me (feat. Mats Levén)
03. I Am The Fire (feat. Devour The Day)
04. Vengeance (feat. David Ellefson)
05. Long Way Down (feat. Alexia Rodriguez)
06. Just Can’t Let Go (feat. Jacob Bunton)
07. Terrified (feat. Billy Sheehan)
08. Eyes Wide Open (feat. Mats Levén)
09. Redemption (feat. Michael Starr)
10. Summer Days (feat. Jeff Scott Soto)
11. Dreamkeeper (feat. Tom S. Englund)
12. End Of The Line (feat. Mats Levén)


Konstantinos Karamitroudis oder besser GUS G. ist momentan wohl einer der angesagtesten Gitarristen und trotz seiner vielen aktiven (Firewind, Ozzy Osbourne) und früheren Bands (u.a. Mystic Prophecy, Nightrage) scheinen ihm die Ideen nicht auszugehen. Dies war Grund genug, um nach dem im Jahr 2001 veröffentlichten „Guitarmaster“ nun ein zweites Soloalbum zu veröffentlichen. Der Titel könnte dabei kaum selbstbewusster sein, hört das Werk doch auf den bezeichnenden Namen „I Am The Fire“. Trotz dieses Titels ist der gute GUS G. jedoch nicht allein auf dem Album zu hören, sondern rund um den talentierten Griechen hat sich eine beachtliche Schar an Gastmusikern versammelt. Bleibt eigentlich nur noch die Frage, was dürfen wir uns von diesem Solo-Ausritt erwarten?

Bereits ziemlich schnell wird klar, dass es sich bei „I Am The Fire“ um ein lupenreines Rock-Album handelt, das die komplette Bandbreite vom klassischen Hard Rock bis hin zum seichten Pop Rock abdeckt und dabei gelegentlich in seitlich gelegenen Gefilden wildert. So gibt es kleinere Anleihen von Alternative, Heavy und sogar Gothic Metal zu vernehmen. Immer im Vordergrund steht dabei ein sehr gut aufgelegter GUS G., dem seine Spielfreude sehr deutlich anzumerken ist, auch wenn dies vereinzelt so weit führt, dass die Saitenhexerei überhandnimmt und man sich eher an eine Gitarrenstunde erinnert fühlt als an ein einfaches Rock-Album. Vielleicht war das aber auch genau die Intention hinter den beiden Stücken, bei denen dies geschieht, da es sich bei „Vengeance“ und „Terrified“ um reine Instrumentalsongs handelt.
Das Auffälligste an „I Am The Fire“ ist jedoch, dass es sehr ausgewogen ist. Mit den ersten drei Stücken geht es recht flott zu Werke, bevor das erste Instrumental und die obligatorische Ballade anstehen. Danach wird es dann etwas gemächlicher, ohne jedoch abzuflachen. Vielmehr wird im zweiten Teil der Scheibe mehr Wert auf die Abwechslung gelegt und hat man sich erst mal auf die Reduzierung des Tempos eingelassen, können die Songs auch tatsächlich überzeugen.
Dass der hochgelobte Grieche neben dem Gitarrenspiel auch das Songwriting beherrscht, ist ebenfalls bekannt und so finden sich auf dem Silberling diverse Highlights wieder. „Blame It On Me“ beispielsweise ist eine ordentlich Hard-Rock-Nummer, die eine angenehme Portion Groove besitzt und die wunderbar durch den Gesang von Mats Levén abgerundet wird. Der Titeltrack „I Am The Fire“ kommt ein wenig moderner um die Ecke und überzeugt vor allem durch seine fließende Struktur. Die einzige Nummer mit weiblichem Gesang ist „Long Way Down“, bei der Alexia Rodriguez (Eyes Set To Kill) auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Überhaupt handelt es sich hier um eine sehr gute Powerballade mit leichtem Gothic-Einschlag, die ein wenig an Evanescence erinnert. Neben dem Rocker „Redemption“, bei dem Michael Starr (Steel Panther) den Gesang beisteuerte, kann auf dem zweiten Teil des Albums vor allem die von Jeff Scott Soto (u.a. Yngwe Malmsteen, Axel Rudi Pell) eingesungene Power Ballade „Summer Days“ durch seine verträumt melancholische Grundstimmung überzeugen.

Am Ende ist festzuhalten, dass auf „I Am The Fire“ für jeden Freund guter Rockmusik ein Glanzpunkt zu finden sein dürfte, egal ob man es nun an der Spielfreude von GUS G. festmachen möchte oder an einem der vielen guten Gastmusiker. Sicherlich wird mit keinem der zwölf Stücke die große Innovation Einzug halten, jedoch war dies auch nie die Motivation für das Solo-Projekt, sondern vielmehr ging es stets darum, Sachen auszuprobieren, die bei Firewind keinen Platz finden.

Bewertung: 8 / 10

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