CD-Review: Herman Frank - The Devil Rides Out

Besetzung

Rick Altzi - Gesang
Herman Frank - Gitarre
Michael Müller - Bass
André Hilgers - Schlagzeug

Tracklist

01. Running Back
02. Shout
03. Can't Take It
04. No Tears In Heaven
05. Ballhog Zone
06. Run Boy Run
07. Thunder Of Madness
08. License To Kill
09. Stone Cold
10. Dead Or Alive
11. Run For Cover
12. I Want It All


Wenn sich große Namen auf Solopfaden bewegen, dann ist dies immer ein gewagtes Spiel, denn viele der Musiker versuchen sich an völlig neuen Einflüssen. HERMAN FRANK (Ex-Accept, Victory) ist jedoch ein Musiker, der das genaue Gegenteil beweist. Bereits mit seinem Solo-Debüt zeigte er, dass er dem klassischen Heavy Metal treu blieb. Mit „The Devil Rides Out“ steht nunmehr das dritte Solowerk in den Regalen und aus dem Projekt ist eine richtige Band geworden.

Ohne große Umschweife kommen HERMAN FRANK auch gleich zur Sache und geben, von der ersten Sekunde an, die Marschrichtung für das Album vor. Kraftvoller, klassischer Heavy Metal der alten Schule, dominiert von knackigen Riffs, flotten Soli und eingängigen Hooks, ist das Markenzeichen von Mastermind Frank und seinen Mitstreitern. Das auffälligste Merkmal des Quartetts bleibt jedoch der markige Gesang von Rick Altzi, seines Zeichens auch Sänger bei Masterplan.

Die Stücke der ersten Hälfte auf „The Devil Rides Out“ bewegen sich zum Großteil zwischen flotterem Mid-Tempo und Up-Tempo-Bereich, was zwar dafür sorgt, dass die Songs schnell ins Ohr gehen, aber halt auch ebenso schnell wieder raus aus dem Kopf sind. Die zweite Hälfte der Scheibe lebt dann von gezielten Rücknahmen beim Tempo, was der Musik hörbar gut tut. „Ballhog Zone“ besitzt beispielsweise echten Ohrwurmcharakter und profitiert deutlich vom langsamen Tempo und dem erhöhten Groove-Faktor. Die Gitarren kommen kräftig aus den Boxen und der stampfende Rhythmus lädt zum unweigerlichen Mitwippen ein. Ähnliches lässt sich über die später folgenden „License To Kill“ und „Stone Cold“ sagen. Bei den schnelleren Nummern auf „The Devil Rides Out“ können HERMAN FRANK lediglich mit dem Opener „Running Back“ und dem sehr rockig gehaltenen „Run For Cover“ einige kleine Pluspunkte verbuchen.

Natürlich heißt das noch lange nicht, dass es sich bei „The Devil Rides Out“ um ein schlechtes Album handelt. Im Gegenteil, denn rein technisch gibt es nichts auszusetzen. Die Produktion sorgt dafür, dass die punktgenauen Riffs von HERMAN FRANK knackig durch die Membranen gejagt werden, der Gesang klar und deutlich wirkt und auch dafür, dass André Hilgers am Schlagzeug immer im richtigen Moment die Stücke befeuert. Abschließend lässt sich sagen, dass HERMAN FRANK und seine Kollegen sich mit „The Devil Rides Out“ endgültig als Band in den Reihen der deutschen Heavy-Metal-Fraktion etabliert haben.

Bewertung: 7 / 10

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