CD-Review: Hypocrisy - Virus

Besetzung

Peter Tägtgren – Gesang, Gitarre
Andreas Holma – Gitarre
Mikael Hedlund – Bass
Horgh – Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Warpath
03. Scrutinized
04. Fearless
05. Craving For Another Killing
06. Let The Knife Do The Talking
07. A Thousand Lies
08. Incised Before I´ve Ceased
09. Blooddrenched
10. Compulsive Psychosis
11. Living To Lie


Seit dem 2004er Release „The Arrival“ hat sich im Hause HYPOCRISY einiges verändert. So gab es neben einem fast zu Tode gesoffenen Peter Tägtgren zwei Personaländerungen, die es den Schweden ermöglichten noch etwas druckvoller zu agieren. Der bisherige Live-Gitarrist Andreas Holma wurde fest ins Boot geholt und nach dem Ausstieg Lars Szökes nahm mit ex-Immortal-Drummer Horgh ein wahrhaftiges Tier Platz auf dem Hocker.
Was sich nicht verändert hat ist der bedingungslose Arbeitsdrang von Mastermind und Multitalent Peter Tägtgren. Ginge es nach ihm, würden die Fans von HYPOCRISY und PAIN vermutlich monatlich neue Alben vorgesetzt bekommen.
Das schöne am bedingungslosen Arbeitswahn Tägtgrens ist, dass er auch in einer sehr kurzen Songwriting-Zeit wunderbarer Songs zustande bringt, die vor Härte, Melodie und Intensität nur so strotzen. Einmal mit dem „Virus“ infiziert, wird gleich klar, dass ruhigere Phasen der Band wie etwa mit der „Catch 22“ endgültig Geschichte sind. Schon die „Arrival“ war wieder deutlich aggressiver. Mit „Virus“ wird der kompromisslose Zug in Richung „Back To The Roots“ einwandfrei weitergefahren. Nach dem zugegebenermaßen gesichtslosen Intro hauen die Schweden einem mit „Warpath“ und „Scrutinzed“ gleich zwei grobe Wutklötze um die Ohren. Typisches Hypocrisy-Riffing, pulsierendes Drumming und Vocals, die an Vielfalt kaum überboten werden können, machen auf sich aufmerksam. Aber auch etwas harmonischere Songs, wie etwa „Fearless“ oder gar eine Ballade mit Namen „Living To Lie“ sorgen für große Abwechselung und absolute Kurzweile beim Hören.

Neben dem wunderbaren Cover-Artwork des „Virus“ wird man beim ersten Blick auf die Hinterseite gleich von den Songtiteln entzückt. Diese klingen mit „Let The Knife To The Talking“ oder auch „Craving For Another Killing“ als Exempel richtig schön nach Death Metal und versprechen eine ordentliche Portion Wut, Aggression und düstere Stimmung. Bei diesem Album passt alles zusammen, vom Produktionsklang über die Titel bis hin zur eigentlichen Musik. „Virus“ mischt zweifelsohne ganz oben in der Riege der besten Hypocrisy-Scheiben mit!

Bewertung: 9 / 10

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