CD-Review: Iron Mask - Fifth Son Of Winterdoom

Besetzung

Mark Boals - Gesang
Dushan Petrossi - Gitarre
Wassili Moltchanov - Bass
Ramy Ali - Schlagzeug

Tracklist

01. Back Into Mystery
02. Like A Lion In A Cage
03. Only One Commandment
04. Seven Samurai
05. Fifth Son Of Winterdoom
06. Angel Eyes, Demon Soul
07. Rock Religion
08. Father, Farewell
09. Eagle Of Fire
10. Reconquista
11. Run To Me
12. The Picture Of Dorian Gray


Nicht viel mehr als anderthalb Jahre ist es her, dass der belgische Gitarrist Dushan Petrossi mit seiner Band IRON MASK ein neues Album mit dem Namen „Black As Death“ veröffentlichte. Seither waren die Mannen um den Frickelmeister allerdings alles andere als untätig und haben sich offenbar vornehmlich mit dem Schreiben neuer Songs beschäftigt, weshalb mit „Fifth Son Of Winterdoom“ schon die nächste Platte bereit steht.

IRON MASK wissen gleich zu Anfang an zu überraschen, denn „Fifth Son Of Winterdoom“ beginnt so ganz anders als sein Vorgänger: Mit „Back Into Mystery“ steht der Platte ein unbeschwerter Feelgood-Rocker voran, der eher an Whitesnake denn an Yngwie Malmsteen zu erinnern vermag. Das nachfolgende „Like A Lion In A Cage“ klingt da schon eher vertraut und zeigt mit neok-klassischen Keyboard- und Gitarreneskapaden sofort, wer hier ganz offensichtlich als Vorbild gedient hat. Das kennt man von IRON MASK bereits und anders sollten die Herren auch nicht klingen, schließlich steht bei der Mannschaft ein gewisser Mark Boals hinter dem Mikrofon, dessen Stimme für diese Form von Musik wie gemacht ist.

Im Endeffekt hat sich hier außer der Reihenfolg also nicht allzu viel geändert – gut so. Ob es nun einen Zehnminüter wie den Titeltrack unbedingt gebraucht hätte, sei allerdings dahingestellt. Der Gegensatz der beiden genannten Songs ist dabei stellvertretend für das gesamte Album: Auf „Fifth Son Of Winterdoom“ osziliert die Band einmal mehr zwischen rockigen Nummern wie “One Commandment“ und „Rock Religion“ sowie neo-klassisch angehauchten Songs der Marke „Eagle Of Fire“ oder „Run To Me“. Das funktioniert, weil Gitarrist und Bandkopf Dushan Petrossi erstens ein ganz hervorragender Musiker und zweitens ein überaus befähigter Klampfer ist, der eben durch und durch verstanden hat, wie die 80er klingen müssen.

Entsprechend rückwärtsgewandt geht es dann auf „Fifth Son Of Winterdoom“ auch zu, da hier hinten und vorne Alben wie „Rising Force“ oder „Odyssey“ zitiert werden, aber so soll es ja auch sein. Dass die liebe Eigenständigkeit dabei natürlich etwas in den Hintergrund tritt und IRON MASK sich so einer ganzen Reihe von Malmsteen-Nacheiferern anschließen, ist eine selbstverständliche Begleiterscheinung. Das ist auch nicht weiter störend, denn die Herren machen das ganz hervorragend und liefern mit ihrem neuen Album so einmal mehr eine durchweg Authentische Hommage an den Begründer des neo-klassischen Gitarren-Posings ab. Obendrein versieht die Truppe das gebotene ja durchaus mit moderner Härte, was besagtes Genre in 21. Jahrhundert transportiert.

Mit „Fifth Son Of Winterdoom“ präsentieren die Herren von IRON MASK einmal mehr ein durch und durch solides Melodic-Metal-Album, das Fans des Genres mit Sicherheit sofort ins Herz schließen werden. Zwar mangelt es der Band vielleicht ein klein wenig an eigenem Profil, was Petrossi und Co allerdings zu einem beträchtlichen Teil durch superbe musikalische Fähigkeiten wieder wett machen. Antesten und zuschlagen!

Bewertung: 7 / 10

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