CD-Review: Jungle Rot - Jungle Rot

Besetzung

Dave Matrise – Gesang, Gitarre
Geoff Bub – Gitarre
James Genenz – Bass
Spenser Syphers - Schlagzeug

Tracklist

01. Send Forth Oblivion
02. Delusional Denial
03. A Burning Cinder
04. Triggered
05. Fearmonger
06. Stay Dead
07. Glory For The Fallen
08. Pumped Full Of Lead
09. Twisted Mind
10. Terrible Certainty (Kreator Cover)


Wer Tiefgang erwartet, ist bei JUNGLE ROT fehl am Platz – seit 1992 widmen sich die US-Amerikaner dem schnörkellosen Death Metal. Album Nummer zehn trägt den Namen der Band – ein gutes Omen?

Auf Innovationen darf man sich jedenfalls nicht einstellen: Das Gros der Songs ist von jeweils einem recht simplen Riff geprägt, das sich über den kompletten Song erstreckt. Hiervon wird punktuell abgewichen, mal durch ein Solo, mal einen kurzen Tempowechsel. Dazu passend beschränken sich JUNGLE ROT in ihren Refrains in der Regel auf die Wiedergabe des Titels – Ektomorf lassen grüßen.

Gelegentlich geht dieses Konzept auf, wie im druckvollen “A Burning Cinder“ – mitunter macht sich jedoch auch schnell Eintönigkeit breit; so insbesondere im folgenden Song “Triggered“, der so etwas wie das Lowlight des Albums ist. Dem Spannungsbogen ist es in der ersten Albumhälfte auch nicht zuträglich, dass sich viele Tracks auf „Jungle Rot“ in einem ähnlichen Tempo bewegen. Spannender wird es, wenn die US-Amerikaner das Tempo drosseln: So glänzt die schleppende Groove-Walze “Stay Dead“ durch stringentes Songwriting und einen stark ansteigenden Spannungsbogen, den JUNGLE ROT im Verlaufe des Songs durch härtere Riffs und extensiveren Beckeneinsatz erzeugen. “Glory For The Fallen“ überzeugt durch ein Ohrwurmriff im Refrain und einige coole Soli, das ebenfalls gemächliche “Pumped Full Of Lead“ dürfte Headbangern weltweit Freude machen und groovt sich dergestalt durch kurzweilige 144 Sekunden.

Wenn JUNGLE ROT sich in Zukunft mehr Abwechslung zutrauen, könnte der Nachfolger zu „Jungle Rot“ sicher eine deutlich längere Halbwertszeit haben – wenn man dieses Album auf dem Weg zur Arbeit einmal gehört hat, reicht es erst mal für eine Woche. Das heißt aber nicht, dass man damit keine Freude haben kann, denn JUNGLE ROT legen hier nach verhaltenem Start gerade in der zweiten Albumhälfte ordentlich eine Schippe drauf.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Bewertung: 6 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: