CD-Review: King Diamond - Them

Besetzung

King Diamond - Gesang
Hall Pusino - Bass
Pete Blakk - Gitarre
Andy LaRocque - Gitarre
Mikkey Dee - Schlagzeug

Tracklist

01. Out from the Asylum
02. Welcome Home
03. The invisible Guest
04. Tea
05. Mother´s getting weaker
06. Bye, Bye Missy
07. A broken Spell
08. The Accusation chair
09. “THEM”
10. Twillight Symphony
11. Coming Home
12. Phone Call
13. The invisilble Guest (Rehearsal)
14. Bye, Bye Missy (Rehearsal)


Eins kurz vorweg, für diese Review habe ich die Remasterte CD aus dem Jahre 1997 als Vorlage benutzt, das erklärt auch die längere Spielzeit. Hier befinden sich noch 3 mehr oder weniger überflüssige Bonussongs mit auf der CD, die sich als kurzes Outro und 2 Proberaumaufnahmen entpuppen. Aber der Sound wurde hörbar verbessert und lässt die alten Roadrunner-CDs links am Straßenrand liegen.

Aber nun zur Musik, King Diamond hatte Anfang der 80ziger Jahre mit Mercyful Fate Geschichte geschrieben und war fast jedem Fan ein Begriff. Ob man seinen extremen Gesang mochte oder nicht, allein sein Auftretteen und die Bühnenshow sorgten für Aufsehen. Der Gesang ist der Knackpunkt seit je her, ob bei Mercyful Fate oder auf Solo-Scheiben, entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Der vom extrem hohe Falsett, bis zum düsteren Geröchel alles beherrschende König ist ein Meister am Mikrofon. Auch was das Songwrting angeht, so macht man dem in Dänemark geborenen Musiker nichts vor, was sich in genialen Konzepten auf seinen Alben niederschlägt. Schon auf dem Vorgänger „Abigail“ überzeugte er mir einer tollen Geschichte die sich über das ganze Album zog. Aber sein Meisterstück legte Diamond mit dem Album „Them“ vor – das dritte übrigens. Die Geschichte fand sogar noch auf dem 2 Jahre später erscheinendem Album „Conspiracy“ ihre Fortsetzung. Angefangen beim stimmungsvollen Cover, bis hin zur abwechslungsreichen Musik stimmte bei „Them“ alles. Wer schnellen, breaklastigen Metal mag wird hier gut bedient. Den die Fraktion an den Saiten ist absolut fit, man kann fast schon sagen hier wird mit dem progressiven Stil geliebäugelt. Der heute in diensten von Motörhead stehende Schlagzeuger Mikkey Dee legte eine Lehrstunde an seinem Instrument hin, welche Power und Komplexität er an den Tag legt wurde mir erst später bewusst. Die Scheibe klingt wie aus einem Guss, am besten genießt das Teil mit dem Textbuch in der Hand. So kann man die irre Geschichte um des Königs Großmutter und um die Geheimnisse des Hause „Amon“ am besten verfolgen. Eins sei nur gesagt, es beißen sehr viele Leute ins Gras. Die ganzen verschiedenen Charaktere stellt der King mit seiner variablen Stimme in verschiedenen Tonlagen da, ein Fest sag ich euch.

Die ganze Chose hatte der Diamantene König auch optisch auf der Bühne umgesetzt und es schlug sich in tollen Verkäufen nieder.
Ich bin damals auf die Scheibe aufmerksam geworden, weil sie zur Platte des Monats im Metal Hammer gekürt wurde. Es war ein Kauf den ich nie bereute. Anfangs konnte ich es gar nicht glauben das der Gesang von nur einer Person stammen sollte, aber das ist nun mal eine Tatsache. Leider hatte der King Diamond nicht immer Glück was seine Karriere anging und musste so manchen Rückschlag hinnehmen. Was ihn aber nicht dran hinderte noch etliche Hammerscheiben zu veröffentlichen. Anfang der 90er hob er seine Stammformation aus der Asche, und veröffentlichte eine Zeit lang mit Mercyful Fate (eine meiner Lieblingsbands) und King Diamond fast gleichzeitig gute CDs.
Den Höhepunkt gab es dann im Jahre 1996. als er mit beiden Bands gleichzeitig auf Europa-Tournee ging. Diese wurde zwar ein finanzielles Desaster aber ich habe das Glück gehabt beide Bands in Bochum in der Zeche zu sehen. Mit geiler Show und die King Diamond-Setlist enthielt noch etliche Songs des Knallers „Them“. Ich habe das Licht gesehen!!

(Jörg)

Bewertung: 9 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: