CD-Review: King Diamond - Give Me Your Soul….Please

  • Veröffentlichung: 2007
  • Label: Massacre
Besetzung

King Diamond – Gesang, Keyboard
Andy LaRocque – Gitarre, Keyboard
Mike Wead – Gitarre
Hal Patino – Bass
Matt Thompson – Schlagzeug
Livia Zita – Gastgesang

Tracklist

01. The Dead
02. Never Ending Hill
03. Is Anybody Here?
04. Black Of Night
05. Mirror Mirror
06. The Cellar
07. Pictures In Red
08. Give Me Your Soul
09. The Floating Head
10. Cold As Ice
11. Shaped Of Black
12. The Girl In The Bloody Dress
13. Moving On


Geschlagene vier Jahre mussten die Fans von KING DIAMOND warten, um neue Hymnen ihres Meisters feiern zu dürfen. Nach „The Puppet Master“ hat sich der Kultdäne etwas mehr Zeit gelassen als sonst, um sein neues Heavy Metal-Biest auf die Menscheit los zu lassen. „Give Me Your Soul….Please“ heißt der Titel des neuen Longplayers und es gibt keinerlei Grund schlechter Dinge zu sein. Immerhin war das letzte Album „The Puppet Master“ ein reinrassiges und gutklassiges Stück Heavy Metal und dürfte zumindest niemanden enttäuscht haben. Also wie sieht es aus mit KING DIAMOND anno 2007?

Es wird traditionell wieder mit einem Intro begonnen, was den Hörer wohl in Stimmung bringen soll. Mich persönlich interessieren solche Intros aber generell recht wenig, gerade wenn so wenig passiert wie bei „The Dead“. Wie dem auch sei, der erste richtige Song „Never Ending Hill“ ist jedenfalls ein Judas Priest-Cover… ach nein, doch nicht. Leider wurde das Strophenriff fast 1 zu 1 von Priests „Painkiller“ übernommen. Das hätte man auch etwas geschickter machen können. Nichts desto trotz ein cooler Opener, bei dem die Stimme des Königs gleich voll zur Geltung kommt. So klassisch wie es begonnen hat, geht es dann auch weiter. Geboten bekommt man flotten, abwechslungsreichen Heavy Metal gespickt mit tollen, im Normalfall recht kurzen Soli. Essentiell ist hierbei aber der Gesang des Namensgebers, welcher der Musik erst Leben einhaucht. Ob dies nun ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, darf jeder selbst entscheiden. Das markante Organ des Königs schafft es wieder in schwindelerregende Höhen, fühlt sicher aber genauso in tieferen Bereichen wohl. Die gesamte Palette wird geboten, und über mangelnde Abwechslung im Gesangsbereich braucht man sich sicherlich nicht zu sorgen. Leider klingt so mancher Chorus so cheesy, dass man sich zuerst vergewissern muss dass man nicht allein im Zimmer ist. Aber das ist man ja auch bereits gewöhnt. Auch die Band befand sich leider nicht in bester Verfassung, denn manche Teile plätschern einfach vorbei und klingen etwas kraft- und einfallslos. Somit ist das Album doch keine so runde Sache geworden.

Über das Konzept liegen mir keine weiteren Informationen vor, ich gehe aber davon aus dass es die gewohnte Kost von KING DIAMOND ist. Die Produktion ist blitzsauber, für meinen Geschmack aber etwas zu sehr poliert. Jedenfalls kommt der Charme alter Heavy Metal-Klassiker nicht auf, das Knistern einer LP ist für junge Metalheads aber eh kein Begriff mehr. Anspieltipp ist das Doppelpack „Mirror, Mirror“/„The Cellar“, welches alle Stärken der Band in zwei Songs vereint und den Höhepunkt von „Give Me Your Soul….Please“ darstellt. Die Zielgruppe ist klar, somit ist jede weitere Empfehlung überflüssig. Ein weiteres gutes Album der Dänen, ob man es haben muss oder nicht sei jedem selbst überlassen.

Bewertung: 7 / 10

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