CD-Review: Maat - Monuments Will Enslave

Besetzung

Thot – Gesang
Scaradeus – Gitarre
Morguloth – Gitarre
Horus – Bass
Tempest – Schlagzeug

Tracklist

01. March For A Dying God
02. The Divine Slaughtering Of Mankind
03. Imhotep – Thy Architect
04. Defeating Gods
05. Funeral Eulogy
06. The Path
07. Dissolved Into Dust
08. Fear Of The Unknown
09. The Rise
10. Spread My Word
11. End This Empire (Bonus)


Technischer, brutaler Death Metal mit orientalisch angehauchten Melodien und Texten über ägyptische Mythologie – haben Nile etwa schon wieder ein neues Album rausgebracht? Nein, diesmal sind es ihre deutschen Nacheiferer MAAT, die der ägyptischen Götterwelt auf ihrem zweiten Album „Monuments Will Enslave“ in Form von elf Todesmetall-Hymnen (inklusive Bonustrack) ihre Aufwartung machen. Drei Jahre nach ihrem Debüt „As We Create The Hope From Above“ wird das Quintett zwar immer noch keinen Preis für Innovation gewinnen, dennoch ist der Zweitling von MAAT weit mehr als nur ein Lückenfüller, um die Wartezeit bis zum Nachfolger von „What Should Not Be Unearthed“ zu überbrücken.

Bereits das Schlagzeuggewitter, mit dem MAAT den Opener „March For A Dying God“ einleiten, schafft klare Verhältnisse: Hier werden keine Gefangenen genommen. Eine Dreiviertelstunde lang bearbeiten die deutschen Todesmetaller mit rücksichtsloser Härte die Trommelfelle. Ein Sandsturm aus tiefen, monströsen Growls, rohen, griffigen und nicht zuletzt spielerisch anspruchsvollen Riffs sowie gleichermaßen brachialem wie punktgenau sitzendem Drumming fegt über den Hörer hinweg und lässt ihm nur selten Luft zum Atmen. Zu diesen seltenen Momenten der Erholung zählen das kurze „Funeral Eulogy“ mit seinem Auftakt aus sich aufbäumenden Bassdrums und Bass oder das Zwischenspiel „The Rise“, welches sich langsam mit ägyptisch klingenden Zupfinstrumenten und martialischer Perkussion aufbaut und schließlich in das brachiale „Spread My Word“ hineinfließt.
Davon abgesehen entfernen sich MAAT jedoch nur gelegentlich von ihrem selbstgewählten Trampelpfad. Doch auch sonst sind die ägyptischen Einflüsse offensichtlich, sei es nun in den Melodien der epischen, kraftvollen Leads oder in gelegentlichen akustischen Einschüben, die MAAT gefühlt ein bisschen häufiger einbauen als ihre amerikanischen Vorbilder. Ein wenig heben sich die deutschen Death-Metal-Ägypter von Nile außerdem insofern ab, als sich ihre Musik eine Spur melodischer gestaltet, dafür aber auch weniger brutal.
Die perfekte Mischung von heavy und melodisch ist MAAT übrigens mit dem fett groovenden „The Path“ gelungen, auf dem sie auch mal einen Gang runterschalten. Neben der kräftigen, organischen Produktion muss man insbesondere die Leistung von Tempest hinter den Kesseln hervorheben. Während er in seiner anderen Band Aethernaeum zwar effektiv, aber eher unauffällig die Drumsticks schwingt, entfesselt er hier ein wahres Feuerwerk an spielerischen Glanzleistungen, die sich längst nicht nur in aggressiven Double-Bass-Drums und Blast-Beats erschöpfen.

Dass MAAT mit ihrer Interpretation ägyptischen Death Metals neben Nile nicht gerade bahnbrechend erscheinen, kann man wohl kaum schönreden. Doch ansonsten gibt es praktisch nichts, was man ihnen vorwerfen könnte, ihre Songs sind kurzweilig, prägen sich vergleichsweise gut ein und sind gekonnt zwischen Härte und Melodie ausbalanciert. Für sich genommen ist „Monuments Will Enslave“ somit eine echt gute Platte, die sicherlich so manchem Genre-Fan gefallen wird und die im CD-Regal auch neben einem „Annihilation Of The Wicked“ eine gute Figur machen kann.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Bewertung: 7.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: