CD-Review: Nile - Black Seeds Of Vengeance

Besetzung

Karl Sanders – Gesang, Gitarre
Dallas Tolar-Wade – Gesang, Gitarre
Jon Vesano – Bass, Gesang
Tony Laureano – Schlagzeug

Tracklist

01. Invocation Of The Gate Of Aat-Ankh-Es-En-Amenti
02. Black Seeds Of Vengeance
03. Defiling The Gates Of Ishtar
04. The Black Flame
05. Libation Unto The Shades Who Lurk In The Shadows Of The Temple Of Anhur
06. Masturbation The War God
07. Multitude Of Foes
08. Chapter For Transforming Into A Snake
09. Nas Akhu Khan She En Asbiu
10. To Dream Of Ur
11. The Nameless City Of The Accursed
12. Khetti Satha Shemsu


Zu den Death Metal Bands mit ureigenem, unverkennbarem Sound gehören zweifelsohne NILE. Diese Band gießt mit jedem ihrer Alben ein düsteres, höchst anspruchsvolles Werk an Todesblei. Es galt als äußerst schwierig den Vorgänger und gleichzeitg das Full-length-Debüt „Amongst The Catacombs Of Nephren-Ka“ zu Toppen. Aber tatsächlich konnten Nile ihre technische Finesse weiter ausbauen und lieferten dementsprechend mit „Black Seeds Of Vengeance“ ein unheimliches Brett, welches den begeisterten Fan gedanklich in das alte Ägypten zu versetzen weiß.
Sicherlich ist Nile keine leichte Kost und ganz bestimmt nicht massentauglich, aber wenn man sich an den Sound der vier US-Amerikaner erst gewöhnt hat, macht es großen Spaß, der Arbeit von Nile zuzuhören und ganz besonders selbige live auf der Bühne zu erleben. Die Dreier-Gesangsfront um Bandleader Karl Sanders dürfte für jeden Death Metal Anhänger eine interessante Nummer sein.

Das Booklet dieser Platte bietet nicht nur ein tolles, passendes Cover, sondern auch sämtliche Texte in abgedruckter Form und sogar Beschreibungen der Musiker zu einzelnen Songs, was bei diesem altägyptischen Konzept von Band und Album ein interessantes Extra ausmacht.

Nach dem mystischen Intro startet das Album mit dem Titelsong „Black Seeds Of Vengeance“ gleich voll durch und weiß auf Anhieb zu gefallen. Auffällig ist hierbei Drummer Tony Laureano, der ein sehr, sehr abwechselungsreiches Spiel an seinem Kit zeigt. Auch der wechselnde Gesang von Vesano, Sanders und Tolar-Wade ist klasse. Wer sich vom Wacken Open Air 2003 die DVD geleistet hat, kann diesen Song dort live betrachten. Und wie schon einmal angemerkt, macht die Band auf der Bühne einen super Eindruck und ist live gewillt, die Songs noch ein Stück weiterzuentwickeln und zu verbessern.
Ägyptische Klänge hört man auch beim zweiten Song „Defiling The Gates Of Ishtar“, der nicht nur vergangene Instrumente hören lasst, sondern auch traditionellen Gesang der damaligen Zeit. Der Song mit dem simplen Namen „Libation Unto The Shades Who Lurk In The Shadows Of The Temple Of Anhur” startet mit sehr andächtigen Tönen von alten Instrumenten, geht dann aber in ein technisches Feuerwerk über.

Um diese Kritik nicht endlos in die Länge zu ziehen, erspare ich es mir, auf jeden der 12 bärenstarken Songs einzugehen und komme zu den Schlussworten. Neben technisch versierten Genre-Kollegen wie Morbid Angel stellen auch Nile eine etablierte, hohe Nummer dieses Sektors dar und beweisen dies auch mit ihrem zweiten Langspieler „Black Seeds Of Vengeance“ aus dem Jahr 2001 voll und ganz. Nile sind wahrlich eine Bereicherung für den Death Metal.

Bewertung: 9 / 10

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