CD-Review: Pandemonium - Misanthropy

Besetzung

Marco – Gesang, Bass
Fabrizio – Gitarre
Tommy – Gitarre
Umberto - Schlagzeug

Tracklist

01. The Black Forest
02. God Delusion
03. Necro Judas
04. Stones Are Eternal
05. Avant-Garde Underground
06. Everlasting Opposition
07. Only The Dead Will See The End Of War
08. Misanthropy


PANDEMONIUM, die seit über 15 Jahren aktiv und damit sozusagen ein Urgestein des polnischen Underground-Death/Black-Metals sind, haben schon wieder ein neues Album auf der Pfanne. „Misanthropy“ heißt der Nachfolger zu ihrem 2010er-Werk. Dabei haben die Polen (natürlich) grundlegend nichts verändert.

Das macht sich vor allem darin bemerkbar, dass es sich die Band nicht mehr zur Aufgabe setzt, auffallend primitive Blackened-Death-Metal-Riffs aneinander zu reihen, sondern dass bei den einzelnen Songs auch tatsächlich mal was rumkommt: „The Black Forest“, der Opener, ist da ein gutes Beispiel, verfügt er doch über zumindest stimmungserzeugende, sehr düstere Riffs. „God Delusion“und „Necro Judas“ warten derweil mit druckvollem Palm Mute-Geschredder, teilweise melodischen Riffs und gut platzierten Double-Bass-Einlagen auf. Das darauf folgende „Opposition Everlasting“ glänzt mit coolen Variationen im Lied, unter anderem abwechslungsreichen Drumbeats, die einem druckvollen Nackenbrecher-Riff weichen. Des Weiteren bauen die Polen auf „Misanthropy“ schleppende Groove-Parts auf, die einfach Spaß machen, wie in „Only The Dead Will See The End Of War“. Mit vielen kleinen Gitarrenspielereien machen PANDEMONIUM das Ganze nebenbei stets ein wenig abwechslungsreicher. Auf mehreren Tracks des Albums, unter Anderem dem abschließenden „Pandemonium“, wirkt außerdem eine Sopranistin mit, deren Gesangsparts sehr gut integriert werden.

Hervorzuheben ist vielleicht noch „Avant-Garde Underground“, in dem PANDEMONIUM rockige Riffs mit Kuhglockeneinsatz kombinieren. Generell ist das neue Werk „Misanthropy“ zwar kein herausragendes geworden, aber doch eines, welches durchaus mehr Laune macht als der Vorgänger „Hellspawn“, weil die Polen diesmal offensichtlich mehr Wert darauf gelegt haben, ihren Songs etwas an Eingängigkeit zu verleihen. Das ist gelungen.

Bewertung: 7 / 10

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