CD-Review: Pandemonium - Hellspawn

Besetzung

Paul – Gesang, Gitarre
Mark – Gitarre, Keyboard
Michael – Bass
Simon – Schlagzeug

Tracklist

01. Frost
02. Hellspawn
03. Hypnotic Dimension
04. The Larva Plague
05. Hatesound Eternal
06. Die Hard
07. Destination Of Hellfire
08. Emperor Diabolic
09. The Legion
10. Furious Dogs


PANDEMONIUM, bereits seit 1989 unterwegs, beheimatet im benachbarten Polen, bescheren dem geneigten Death-/Black-Metal-Fan mit „Hellspawn“ nun schon zum achten Mal ein neues Musikerlebnis!

Wie bei fast jeder Band aus Polen lässt sich die Nähe zu Behemoth nicht absprechen – denn auch wenn solche Vergleiche natürlich stets subjektiv sind, klingt vor Allem der Gesang von Sänger Paul sehr nach Landsmann Nergal. Was die Frage anbelangt, ob PANDEMONIUM eher Black oder eher Death Metal sind, bin ich etwas ratlos: Denn einerseits strotzen die eindeutige Mehrzahl der Cover der inzwischen acht Studioalben von PANDEMONIUM nur so vor pseudo-bösen Pentagramm-Kunstwerken und geht es in den Texten von PANDEMONIUM vorwiegend um „Satan, das Böse und den Tod“, aber Death Metal – Elemente hat das Album an einigen Stellen ebenso. Problematisch ist das insofern, dass durch diese offene Mixtur aus Musikstilen die musikalische Power auf der Strecke bleibt: Der schon angesprochene Gesang ist in meinen Ohren ziemlich gewöhnungsbedürftig, weil Paul für beide Genres einfach die nötige Power vermissen lässt, egal, ob man nun Black- oder Death Metal-Vokalisten als Vergleichsobjekte heranzieht – da kommt wenig rüber. Selbiges gilt übrigens auch für die Gitarrenarbeit: Ich will sie nicht ausbaufähig nennen, denn dass die Herren nach 21 Jahren im Musikgeschäft mehr können, als sie hier zeigen, steht wohl außer Frage. Als Synonym für „ausbaufähig“ kommt hier jedoch bedauerlicherweise nur „langweilig“ in Frage. Es wird sich durchgehend auf Power Chords beschränkt, für Soli bleibt kein Platz, und auch beim zweiten Hördurchgang habe ich keine einziges Riff vernommen, was mich auch nur ansatzweise in Form von Melodik oder Tiefgang zu begeistern vermag. Die lieblosen Keyboard-Einspieler können da auch nicht mehr allzu viel retten. Einzig und allein „Furious Dogs“, der letzte der zehn Songs auf „Hellspawn“, groovt ordentlich und erzeugt so etwas wie Stimmung.

Vielleicht können eingefleischte Todesmetaller ja mehr mit der Platte anfangen als ich. Viele werden wohl meine Einwände gegen das Klangbild von „Hellspawn“ wohl auch mit dem äußerst innovativen Argument „Das ist aber so old-school“ abtun. Andererseits könnte ich das nur schwer nachvollziehen, denn auch für diese Leute gibt es sicherlich Bands, die den hier gebotenen Sound in einer wesentlich spannenderen Art und Weise präsentieren, zum Beispiel die, die PANDEMONIUM schon seit 21 Jahren eifrig supporten (Venom, Samael, Celtic Frost). Durch „Hellspawn“ ändert sich daran nicht viel.

Bewertung: 5 / 10

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