CD-Review: Screaming Eagles - From The Flames

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: Off Yer Rocka
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Chris Fry - Gesang
Adrian McAleenan - Gitarre
Ryan Lilly - Bass
Kyle Cruikshank - Schlagzeug

Tracklist

01. All The Way
02. Down The River
03. Hungry For More
04. Fight The Fire
05. Vampire
06. Devil In The Dust
07. Rock'N'Roll Soul
08. One Man Revolution
09. Blood
10. Take My Time


Zumindest wissen die vier irischen Talente, wo sie ihre Wurzeln zu schlagen haben: Die Einflüsse von Bands wie AC/DC, Airbourne, Audioslave und Black Stone Cherry sind im Debüt-Album „From The Flames“ nicht zufällig hörbar. SCREAMING EAGLES wollten etwas schaffen, was den Stil ihrer großen Vorbilder und ihren ganz eigenen vermischt. Dass so etwas schnell nach hinten losgehen kann, durften schon viele Musikgruppen erfahren.

Umso erfreulicher ist es, dass die junge Hard-Rock-Band ihre Vorstellungen zumindest größtenteils gut umsetzen konnte. SCREAMING EAGLES grenzen sich vor allem durch die außergewöhnliche Stimme des Sängers Chris Fry, die man niemals mit Gruppen wie AC/DC verbinden würde, von ihren Idolen ab. Sie kann viel: Von rockig, kratzig und laut über zart oder bluesig. Dieses Phänomen ist im fünften Track „Vampire“ besonders auffällig.
In dem in die Platte einleitenden Stück „All The Way“ schöpft die Truppe bereits aus den Vollen. Von einem mitreißenden Refrain bis hin zur instrumentellen Arbeit stimmt einfach alles. Ähnlich ist es auch in „Hungry For More“, welches jedoch eine angriffslustigere Grundstimmung mit sich bringt. „Kyle Cruikshank hitting the drums harder than a lumberjack chops a tree“ heißt es. Was besagten Song betrifft, würde ich zustimmen. So richtig begeistern kann mich aber wieder nur die Stimme Chris Frys. Sie stellt alles andere gekonnt in den Schatten.
Alles in Ordnung also – bis zum sechsten Track. Nachdem das bereits angesprochene „Vampire“ sich etwas von den Standards der anderen vorhandenen Songs entfernt und positiv hervorsticht, wird erst deutlich, wie ähnlich sich die Lieder im allgemeinen eigentlich sind. An Abwechslungsreichtum sollten die Iren von SCREAMING EAGLES noch arbeiten.
Wenn „Blood“, Track neun des Albums „From The Flames“ beginnt, hören alle Airbourne-Fans gespannt und erwartungsvoll hin. Wüsste man es nicht besser, könnte es tatsächlich ein Song jener sein, zu dem ein fantastisches Gitarrensolo hinzugefügt wurde: definitiv ein Highlight.

Das, was ich im Vorfeld von der Platte hörte, versprach etwas mehr als das, was ich nun von „From The Flames“ aufschnappen konnte. Man kann auf keinen Fall leugnen, dass SCREAMING EAGLES herausragende Musiker sind, die auch hörbar Freude an dem haben, was sie tun. Da sie nun erst ihr Debüt-Album veröffentlicht haben und wir hoffentlich noch viel erwarten können, haben die Jungs genug Zeit, um sich weiterzuentwickeln. Zukünftig sollte daran gearbeitet werden, dass die Alben nicht irgendwann langweilig werden.

Bewertung: 6 / 10

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