CD-Review: Thyrfing - Thyrfing

Besetzung

Thomas Väänänen – Gesang
Patrik Lindgren – Gitarre
Kimmy Sjölund – Bass
Peter Löf - Synthesizer
Jocke Kristensson – Schlagzeug
Markel Mansson - klarer Gesang

Tracklist

01. Raven Eyes
02. Vargavinter
03. Set Sail To Plunder
04. Ur Askan Ett Rike
05. Celebration Of Our Victory
06. A Burning Arrow
07. En Döende Mans Förbannelse
08. Hednaland
09. Wotan’s Fire
10. Going Berserk


Thyrfing – Ohne das h geschrieben ist es ein verfluchtes Schwert aus der nordischen Mythologie. Wenn man das weiß und dazu das Cover mit dem Kerl der sein Schwert in die Höhe hält, den Schiffen auf der weiten und stürmischen See und das Logo, das man nicht mal entziffern kann wenn man weiß was es bedeutet sieht, dürfte selbst den letzten klar sein, das es sich hier um lupenreinen Viking Metal handelt… Was wäre der Metal nur ohne seine Klischees?
Wer die Schweden allerdings nur von den neueren Alben „Urkraft“ und „Vansinnesvisor“ kennt, sollte gewarnt sein, denn dieses Werk ist, wie eigentlich alles von Thyrfing, quasi etwas völlig anderes.

In den 38 Minuten hier gibt es weder schwere Riffs, donnernde Drumpassagen oder hymnische Chöre. Nein, hier geht alles noch viel ruhiger und gemächlicher zu. Was aber wirklich nicht heißen soll, dass hier Langeweile oder so etwas aufkommen mag…
Hier ist die Atmosphäre Trumpf, es wird eine Stimmung gezaubert, die einen in Gedanken direkt an ein wärmendes Lagerfeuer mit ausgeflippten Kollegen und ein paar Kisten Met versetzt. Schon der Opener „Raven Eyes“ ist ein Killer, den man am liebsten sofort auf Repeat schalten will, immerhin ist er auch noch Bestandteil des Liveprogramms der Nordmänner. Zumindest bei der 2003er Wacken-Ausgabe war der Song als einziger dieses Debütwerks dabei und ging vor allem in seinen rhythmischen und meist doch ziemlich ruhigen Mosh-Passagen gut ab.Spätestens bei „Vargavinter“ kommt sogar eine kuschlige Stimmung auf, wirklich sehr fesch das alles.
Auch die acht weiteren Songs sind alle sehr schön anzuhören, auch wenn sie sich teilweise recht schnell abnutzen, da es doch an Details und allzu viel Abwechslungsreichtum mangelt.

Leider mangelt es auch an einer guten Produktion, denn hier kommt fast gar nichts rüber… Das Drumming ist viel zu leise und stumpf, und allgemein ist hier kein Druck dahinter. Mit einer guten Produktion wäre „Thyrfing“ sicher noch ein Stück besser geworden. Das sie es können, haben sie ja zu Genüge auf ihren späteren Alben bewiesen, hiermit wurde schon mal ein wirklich guter Anfang gemacht.

Bewertung: 7 / 10

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