CD-Review: World Of Pain - Improvise & Survive

Besetzung

Noah Friend – Gesang
Tristan Huarte – Gitarre
TJ Seely – Bass
Paul Dove – Schlagzeug

Tracklist

01. Fight The Tide
02. Curse Of Life
03. Us Versus Them
04. Buried In Sin
05. My Enemy
06. Drowning


Auch Hardcore-Bands müssen überleben, wenn sie überleben wollen. Das stellen WORLD OF PAIN mit ihrer ersten EP unmissverständlich klar. Schließlich ist die Welt schlimm, grausam, schmerzhaft, erbarmungslos sowie erbarmungslos hart.

So hören sich WORLD OF PAIN auch an, wobei der erste Höreindruck äußerst durchschnittlich ist: Der Opener „Fight The Tide“ wird von völlig belanglosen Beatdown-Riffs dominiert, während die Produktion dem Stereotyp des Bollo-Hardcores gleichzeitig zu 100 Prozent gerecht wird. In „Curse Of Life“ wird es leider kaum besser, da dieses Lied mit einem Riff gesegnet ist, bei dem man den Unterschied zum ersten Track mit der Lupe suchen muss.

Wenn WORLD OF PAIN mal aus dem Palm-Mute-Sumpf ausbrechen und ein bisschen das Tempo anziehen, ist das erstens nie von langer Dauer und zweitens bleibt die Gitarrenarbeit genauso langweilig wie zuvor. Erst in „Buried In Sin“ können die Amerikaner mit gut eingestreuten Double-Bass-Einlagen und Tempowechseln zum ersten Mal überzeugen. Hilft leider nichts, wenn „My Enemy“ und „Drowning“ außer stampfenden melodiefreien Riffs wiederum rein gar nichts zu bieten haben.

Diese EP von WORLD OF PAIN ist somit nur hartgesottenen Fans dieser Musikrichtung zu empfehlen: Auch denen sei allerdings gesagt, dass mit den neuesten Releases von Nasty, Fallbrawl, The Last Charge, um nur drei zu nennen, sowie der gerade erst erschienenen CD von World Eater eine Menge besseres Material aus dem Deutsch- oder im europäischen Umland in diesem Sektor zur Auswahl steht.

Bewertung: - / 10

Geschrieben am

2 Kommentare zu “World Of Pain – Improvise & Survive”

  1. Dominik

    Das man es hier mit Beatdown zu tun hat und nicht mit Hardcore sollte wohl nach kleinem Einsatz in Google klar sein.

    Im Beatdown herrscht eben der Grundsatz „Stumpf ist Trumpf“. Sollte man in der Bewertung berücksichtigen. Trotzdem gefällt mir World Of Pain bis heute nicht.

  2. Pascal Stieler Post Author

    Achso, das heißt, du googelst Bands anstatt sie zu hören und bestimmst so deren Genre? Interessant, diesen Ansatz sollte ich weiter verfolgen! Diese Unterscheidung zwischen Hardcore, Metalcore, Beatdown und schlagmichtot ist totale Haarspalterei.

    Ein Album kann außerdem stumpf und gut sein, aber auch stumpf und nicht gut.

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