Interview mit Thomas Wouters von Bodyfarm

BODYFARM haben sich als eine vielversprechende junge Death-Metal-Band etablieren können. Nach der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Battle Breed“ sprachen wie mit Sänger und Gitarrist Thomas Wouters über die Scheibe, den neuen Mann am Bass und das Touren.

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Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum neuen Album „Battle Breed“!
Danke, ich denke es ist unser Bestes. Wir haben die Aggression und Geschwindigkeit von „Malevolence“ mit den dunklen Melodien von „The Coming Scourge“ verknüpft und „Battle Breed“ ist das Ergebnis.

Das Album ist seit gut drei Monaten auf dem Markt – wie waren die Reaktionen von Fans und Presse?
Sehr, sehr gut. Wir hätten nicht gedacht, dass das Presseecho so positiv ausfallen würde. Bei den Fans natürlich ebenso. Große Magazine haben Reviews geschrieben und Interviews geführt.

Bodyfarm Battle Breed 2015 „Battle Breed“ ist das erste Album mit euerm neuen Bassisten Alex Seegers. Wie viel Einfluss hatte er auf das Songwriting?
Alex stieß zur Band, als ungefähr die Hälfte des Materials bereits geschrieben war. Er hat an den verbleibenden Songs mitgearbeitet und sein Input war sehr hilfreich. Mit seiner Bassparts war er frei zu tun was er wollte, auch bezüglich der bereits fertiggestellten Songs. Alex ist ein Typ mit jeder Menge Erfahrung in Bezug auf Metal und Songwriting und wir vertrauen ihm komplett.

Wie unterscheidet die Arbeit mit ihm sich im Vergleich zu seinem Vorgänger?
Naja…Harry sollte uns zuerst Live aushelfen. Nach den Promoshows für „The Coming Scourge“ fingen wir an, an „Battle Breed“ zu arbeiten und während dessen veränderte sich Harrys Leben. Er konnte sich nicht mehr auf Bodyfarm konzentrieren. Seie Gedanken drehten sich nicht darum. Metal zu spielen. Die von Alex tun es.

Wie funktioniert der Songwritingprozess allgemein bei Bodyfarm? Tauscht ihr online Sounddateien oder trefft ihr euch im Probenraum und spielt drauf los?
Tatsächlich proben wir jeden Mittwochabend und haben das auch seit der Bandgründung so gemacht. Wir spielen unsere Sets und danach stellen wir einander neue Riffs vor und jammen. Normalerweise bringe ich ein grobes Songsskelett mit in den Probenraum und dann steuert jeder seine Ideen bei. Wir spielen dann einfach ein paar Wochen mit der Idee und so entsteht der Song ganz natürlich. Abgesehen davon, dass diese old school Art Song zu schreiben viel Spaß macht, ist es auch immer gut, zusammen zu sein – Bandspirit und so.

Ihr spielt Old School Death Metal – fühlst du dich manchmal von den Genregrenzen eingeengt?
Nein, überhaupt nicht. Wir betrachten unsere Musik auch nicht als old school. Wir machen einfach wovon wir denken, dass es cool klingt. Das Einzige, woran wir gebunden sind ist Aggression und Melodie in unserer Musik.

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Martin van Drunnen steuert den Gastgesang zu euerm Song „The Dark Age“ bei. Wie kam diese Kollaboration zu Stande?
Martin ist seit Jahren ein Freund von uns und wir hatten das Gefühl, dass „The Dark Age“ sehr gut mit seiner Stimme harmonieren würde. Das haben wir einfach gespürt, also riefen wir ihn an und in der folgenden Woche kam er ins Studio. Es ist immer gut mit Martin einen zu heben, er ist ein sehr lustiger und bodenständiger Typ.

Textlich habt ihr euch einem der ältesten Themen der Menschheit gewidmet, dem Krieg. Ihr betrachtet verschiedene Schlachtfelder im Laufe der Geschichte. Wie hab ihr ausgewählt, welche Schlachten würdig waren ihren Weg auf das Album zu finden?
Ich persönlich mag Geschichte einfach sehr. Zufällig schreibe ich auch die Texte also erstellte ich mir eine Art Zeitstrahl mit den Events, über die ich schrieben wollte. Es war ein cooler Prozess denn ich musste mich echt in dieser Ereignisse einarbeiten. Besonders in die Geschichte von Vlad Tepes, für „Prince Of Walachia“. Seine Geschichte war weitaus interessanter, als ich gedacht hätte.

Seit der Veröffentlichung von „The Coming Scourge“ habt ihr eine ganze Menge Shows gespielt. Wie schätzt du den Einfluss der Liveauftritte auf den Songwritingprozess für „Battle Breed“ ein?
Wir kamen zu dem Schluss, dass wir nicht genügend richtig schnelle Songs hatten. Manchmal brauchen die Zuschauer das und wir als Band mögen es ebenfalls, richtig Gas zu geben. Unsere Musik live zu spielen ist sehr motivierend, also waren wir darauf bedacht die Aufnahmen zum neuen Album zügig abzuschließen.

Werdet ihr zum neuen Album touren? Gibt es schon bestätigte Termine oder Festivalauftritte?
Ein paar Termine stehen bereits fest und wir wollen auf jeden Fall touren. Aber es ist echt schwierig passende und bezahlbare Touren zu finden. Einige Veranstalter versuchen dich zu verarschen oder auszunehmen. Wir machen auch keine „pay to play“-Touren. Uns ist schon klar, dass ein Tourbus teuer ist, aber der Betrag muss trotzdem vernünftig sein. Wir sind also auf der Suche!

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Alles klar. Zum Abschluss noch das traditionelle Metal1-Brainstorming:
Marduk: Ich war vor einiger Zeit mit Morgan in einem Fahrstuhl.
Deutsches Bier: Schlimmer Kater.
Barack Obama: Präsident Idiot.
Grindcore: Ja bitte, aber lasst die Pig Squeals weg.
Bodyfarm in fünf Jahren: Immer noch Deppen die Spaß auf der Bühne haben

Dann vielen Dank für das Interview, falls du noch etwas hinzufügen möchtest gehören die letzten Worte dir!
Danke fürs Interview und Prost!