CD-Review: Bodyfarm - The Coming Scourge

Besetzung

Thomas Wouters – Gesang, Gitarre
Bram Hilhorst – Gitarre
Mathieu Westerveld – Bass
Quint Meerbeek – Schlagzeug

Gastmusiker
Dirk Willems – Gesang
Stephan Gebédi – Gitarre

Tracklist

01. Unbroken
02. Frontline Massacre
03. Vortex Of Terror
04. The Coming Scourge
05. Eden´s Destruction
06. The Well Of Decay
07. The Frozen Halls
08. Der Landkreuzer
09. The Siege Of The Mind
10. Enter The Eternal Fire (Bathory cover)


Vor gut einem Jahr überraschten BODYFARM die Death-Metal-Welt mit ihrem unglaublich starken Debüt „Malevolence”. Nun haben die Holländer mit „The Coming Scourge“ ihr zweites Album am Start, mit welchem man sich einen ähnlichen Namen erspielen will, wie die Landsmänner von Asphyx, Thanatos oder Gorefest.

Dabei setzen die vier Herren auf Death Metal der alten Schule und halten „The Coming Scourge“ ganz im Geiste der 90er Jahre. Bereits der Opener „Unbroken“ macht deutlich, was man von BODYFARM zu erwarten hat: Kraftvoll und voller Energie zelebriert die Band ihren Death Metal, der an Vader erinnert und mit seinem fetten Break Unleashed huldigt.
Während der Titelrack eine herrliche Blast-Orgie ist, zeigen BODYFARM auf „Vortex Of Terror“, dass sie auch anders können und drosseln das Tempo, um den Hörer feinsten Death-Doom im Stile alter Asphyx um die Ohren zu hauen. „Frontline Massacre“ (dessen markantes Riff direkt im Ohr bleibt) und „Der Landkreuzer“ erinnern, nicht zuletzt dank der Kriegsthematik, an Hail Of Bullets und man kann sich nur wundern, wo BODYFARM bereits auf ihrem zweiten Album die Abgezocktheit hernehmen, dermaßen gekonnt Songs zu schreiben und Death mit doomigen Einlagen zu kombinieren, ohne dabei wie eine Kopie der großen Vorbilder zu wirken.
Interessant ist „Eden’s Destruction“, da es sich hierbei um ein akustisches Interlude handelt, was den Weg für das blastaffine „Well Of Decay“ bereitet. Während Letzteres ein wahrer Leckerbissen ist und mit „Der Landkreuzer“ eindeutig zu den Höhepunkten des Albums gehört, dient Ersteres wohl primär der Schaffung von Vielfalt und Abwechslung. Gut gemacht, aber nicht zwingend nötig.
Nachdem BODYFARM auf ihrem Debüt bereits Massacres „Cryptic Realms“ gecovert hatten, huldigt die Band diesmal den mächtigen Bathory, mit einer Coverversion von „Enter The Eternal Fire“. Hier gelingt es der Band, die Epik des Songs zu erhalten und gleichzeitig die bandeigene Aggressivität zu transportieren – definitiv ein gelungenes Cover und eine Tradition, an der man festhalten sollte!

Wie schon auf ihrem Debüt bieten BODYFARM auch auf „The Coming Scourge“ Old School Death Metal höchster Güteklasse. Wer Melodien nicht braucht, Tech-Death nervtötend kompliziert findet und nur beim Wort Breakdown schon brechen muss, hat keine andere Wahl, als hier zuzugreifen. BODYFARM spielen ihre Songs auf „The Coming Scourge“ ohne große Experimente und komplett kompromisslos, was das Album zu einem wahren Fest für Old-School-Death-Metal-Liebhaber macht, auch wenn – oder gerade weil – sich der Innovationsfaktor gen null bewegt.

Bewertung: 9 / 10

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