CD-Review: Bodyfarm - Battle Breed

Besetzung

Thomas Wouters – Gesang, Gitarre
Bram Hilhorst – Gitarre
Alex Seegers – Bass
Quint Meerbeek – Schlagzeug

Tracklist

01. Hell March
02. The Dark Age (Feat. Martin van Drunen)
03. Saxon Victory
04. Dawn Of Defeat
05. The Last Crusade
06. Prince Of Wallachia
07. Storming Revolution
08. Firing Squad
09. Wolfpack
10. Death By Fire
11. Slaves Of War (Bonus Track)


Was für eine schöne Tradition: BODYFARM veröffentlichen ein neues Album, das mittlerweile dritte ihrer Karriere, und als Fan der Band und des Old School Death Metal kann man sich auf eine unterhaltsame Scheibe einstellen, die alles bietet, was man sich wünscht. Vorhang auf für „Battle Breed“.

Denn auch der dritte Streich der Holländer, verstärkt vom neuen Bassisten Alex Seegers bietet wieder Death Metal der alten Schule in Reinkultur und von hoher Qualität, allerdings diesmal durchaus mit einigen Feinheiten und Erweiterungen garniert. Diese Veränderungen und neuen Kniffe im Sound dürften nicht zuletzt den unzähligen Shows zu verdanken sein, die BODYFARM in den letzten Jahren gespielt haben, denn wo kann man sich besser weiterentwickeln als vor einer Horde Fans, die Zuneigung wie Kritik ungefiltert auf die Band einprasseln lassen?
„Battle Breed“ wird mit dem von Clemens Wijers (Carach Angren) komponierten Intro „Hell March“ eröffnet, ehe mit „The Dark Age“ der erste Song den Hörer schier an die Wand nagelt. Verfeinert wird der Track zudem von Martin van Drunen, was allerdings auch vor Augen führt, dass BODYFARM-Sänger Thomas Wouters in diesem Duell den Kürzeren zieht. Aber wer würde das nicht?
„Prince Of Wallachia“ überrascht mit einer Raserei, die sonst eher im Black Metal zu verordnen ist und wartet zugleich mit starken Melodien auf, die an Dissection erinnern. Im Gegensatz dazu wird auf „Firing Squad“ das Tempo gedrosselt und mächtige Grooves entfesselt, sodass Erinnerungen an die Landsmänner von Asphyx hochkommen. „Saxon Victory“ wiederum kommt sehr episch um die Ecke, ohne dabei die typisch-holländische Brutalität vermissen zu lassen.
Auch lyrisch bleiben BODYFARM auf „Battle Breed“ sowohl sich als auch ihrem Genre treu und besingen alle möglichen Schlachten und Schlachtfelder der Geschichte, vom Mittelalter bis zur Neuzeit, vom Schwertkampf bis zur Panzerschlacht. So wird denn auch in „Wolfpack“ passend zum U-Boot-Krieg ein Echolot-Sample eingebracht, was der Stimmung des Tracks durchaus zuträglich ist.

Aus all dem wird ersichtlich, dass BODYFARM nichts für Jene ist, die Innovation und Progressivität sehr schätzen, denn die Holländer treten diese Ideen mit Füßen und zocken nach wie vor Old School Death Metal mit starker holländischer Prägung. Und doch ist auf „Battle Breed“ kein Stillstand zu verzeichnen, vielmehr ist es der Band gelungen ihre bewährte Formel weiter zu verfeinern und mit minimalen Additionen zu ihrem Sound erneut eine starke Scheibe einzuspielen.

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Bewertung: 8 / 10

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