Der Jahresrückblick 2020 von Sebastian Mack

Meine Top-5 der Metal-Alben 2020

  1. Pure Reason Revolution – Eupnea
  2. Pain Of Salvation – Panther
  3. Fish – Weltschmerz
  4. Caligula’s Horse – Rise Radiant
  5. Kansas – The Absence Of Presence

Schlechtestes Metal-Album des Jahres

Ayreon – Transitus: Es kämpft mit den gleichen Problemen wie Dream Theaters „The Astonishing“ vor einigen Jahren: zu lang, zu lahm, zu aufgeblasen, zu süßlich. Schade, auf Ayreon war bisher immer Verlass.

Bestes Entmetallisiert-Album des Jahres

Thorsten Quaeschning – The Capitol Session
Mariusz Duda – Lockdown Spaces

Mein bestes Festival des Jahres

Vom Aufwand her war sie im Grunde ein Festival, vor allem aber hat sie mir über die Corona-Zeit hinweggeholfen: Thorsten Quaeschnings Streaming-Konzertreihe „Behind Closed Doors“. Über viele Wochen hat der deutsche Elektronik-Musiker, der mittlerweile Chef von Tangerine Dream ist, Improvisations-Sessions mit verschiedensten Gästen veranstaltet. Zusammen gekommen sind 25 Abende mit großartigem Live-Entertainment fürs eigene Wohnzimmer.

Mein bestes Konzert des Jahres

Ich habe dieses Jahr noch drei Bands sehen können: Dream Theater am 12. Januar in Oberhausen, Disillusion am 02. Februar in Köln und Saga am 07. März in Bitburg. Rückblickend betrachtet waren alle Shows einfach super, denn es waren echte Konzerte! Und davon gab es dieses Jahr bekanntlich viel zu wenige.

Mein schlechtestes Konzert des Jahres

Wie gut Thorsten Quaeschning live sein kann, konnte ich bei Tangerine Dream und in der oben erwähnten Konzertreihe „Behind Closed Doors“ erleben. Umso mehr hatte ich mich darauf gefreut, ihn als Support Act von Saga zu sehen. Das war allerdings keine gute Idee: Anstatt auf kantige und progressive Synthesizer-Abfahrten setzte er auf kurze und süßliche Songs. Damit langweilte er das Publikum und präsentierte sich selbst weit unter Wert. An diesem Abend war von seinem Synthesizer-Genie wenig zu hören – sehr schade.

Bestes Coverartwork des Jahres

Long Distance Calling – How Do We Want To Live?

Schlechtestes Coverartwork des Jahres

Ayreon – Transitus

Meine Entdeckung des Jahres

Zum einen die Djent-Metaller The Contortionist: Die Jungs aus Indianapolis machen coole, kreative Musik, die sich angenehm vom Djent-Einheitsbrei abhebt. Zum anderen der Ambient-Künstler State Azure, dessen feingliedrige Musik besonders unter dem Kopfhörer sehr viel Laune macht.

Meine Enttäuschung des Jahres

Nach sechs Jahren kündigen Saga ein neues Studioalbum für März 2021 an. Und dann ist es nur eine CD mit Neuaufnahmen bekannter Songs im Akustikgewand. Schon ein wenig enttäuschend.

Überraschung des Jahres

Schlagzeuger, Sänger und Songwriter Nick d’Virgilio (Big Big Train, ex-Spock’s Beard) meldet sich 19 Jahre nach dem Debüt als Solokünstler mit seinem neuen Album „Invisible“ aus der Versenkung zurück.

Mein Song des Jahres

Rocksong des Jahres: Haken – Prosthetic
Ballade des Jahres: Fish – Garden Of Remembrance

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Mein Wunsch / Hoffnung für das kommende Jahr

Ein Ende von Corona, ein Neustart in Amerika. Neue Studioalben von Tangerine Dream, Marillion und Frost*. Und bitte wieder Live-Konzerte!