CD-Review: Battlecross - Rise To Power

Besetzung

Kyle "Gumby" Gunther - Gesang
Tony Asta - Gitarre
Hiran Deraniyagala - Gitarre
Don Slater - Bass
Alex Bent - Schlagzeug

Tracklist

01. Scars
02. Not Your Slave
03. Absence
04. Spoiled
05. The Climb
06. Blood & Lies
07. Bound By Fear
08. Despised
09. Shackles
10. The Path


BATTLECROSS scheinen martialisch anmutende Albumnamen zu mögen. Denn nachdem sie 2013 das viel beachtete „War Of Will“ in die Plattenläden brachten, legen die US-Amerikaner mit „Rise To Power“ ihr neues, viertes Studioalbum vor. Platter Titel sagen die Einen, eine Kampfansage die Anderen – Recht haben beide. Denn nicht nur, dass BATTLECROSS wie auf all ihren Vorgängern erneut auf drei prägnante Wörter im Namen setzen, diese Kürze spiegelt zugleich die Würze ihrer Tracks wider.

Das große Plus an diesem Quintett ist ihre formidable Vermischung von Genre-Grenzen, denn obgleich ihr angestammtes Gebiet der Thrash Metal ist, ruht sich die Kombo darauf nicht aus. Ihre Liebäugelei mit Death Metal und dem ständigen Wechsel von aggressiven und melodischen Parts machte „War Of Will“ zu einem wahren Goldstück für verschiedene Genre-Liebhaber; in „Rise To Power“ soll dieser Geist des breitgefächerten Musizierens fortleben. Allerdings tut es das nicht, denn hingegen „War Of Will“ dank verschiedener Einflüsse ein variables Klangbild lieferte, gelingt es BATTLECROSS auf ihrem aktuellen Output nicht, das in dem bisher gebotenen Umfang zu wiederholen. Dabei scheitern die Amerikaner an der eigens von ihnen generierten Erwartungshaltung, denn was auf „War Of Will“ so gut klang, wurde auf „Rise To Power“ zurückgesetzt – BATTLECROSS legen ihren Fokus mehr auf Thrash anstatt auf das, was sie zuvor boten.

De facto ist das aber keine Verschlechterung ihres Sounds, sondern eher als ein Schritt zurück zu werten. Denn das, was sich auf „Rise To Power“ befindet ist noch immer ein starkes Stück Thrash Metal, verglichen zu der Abwechslung auf dem Vorgänger jedoch irgendwie zu wenig. Zu wenig Überraschung, zu wenig verschiedene Klangbilder, zu ähnliche Songstrukturen. BATTLECROSS liefern damit „War Of Will“ keinen würdigen Nachfolger, sondern schlichtweg eine, für ihre bisher gewohnten Verhältnisse, schwächere Veröffentlichung.

Bewertung: 5.5 / 10

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