CD-Review: Battlecross - War Of Will

Besetzung

Kyle "Gumby" Gunther - Gesang
Tony Asta - Gitarre
Hiran Deraniyagala - Gitarre
Don Slater - Bass

Gastmusiker:
Shannon Lucas - Schlagzeug

Tracklist

01. Force Fed Lies
02. Flesh & Bone
03. Never Coming Back
04. My Vaccine
05. Get Over It
06. Ghost Alive
07. Wage A War
08. The Will To Overcome
09. Beast
10. Never-Ending Night


Zum Glück bewerte ich nicht die Kunst oder Aussagekraft eines Platten-Artworks, sondern die musikalische Kreativität, die in einer Platte steckt. Denn „War Of Will“ ziert weder ein interessant anzusehendes noch ein halbwegs intelligentes Cover. Fast bin ich geneigt, der aktuell in den USA gehypten BATTLECROSS nicht viel Können zuzutrauen, typisch erster Eindruck, aber ich muss gestehen: Selbst wenn ich unmotiviert an die folgenden Songs herangegangen wäre, hätte mich die Platte überzeugt.

Die aus Warren, Michigan, stammende Thrash-Kombo BATTLECROSS, die momentan als Quartett unterwegs ist, blickt in ihrer zehnjährigen Bandhistorie auf drei Full-Length-Alben: Darauf liefern die US-Amerikaner stets zehn oder elf knackige Lieder auf einer gesamten Spiellänge von unter 40 Minuten ab, die sowohl Bay-Area-Thrasher als auch Metal-Fans der Göteborger Schule begeistern dürften. Schmeichelhafte Parallelen zu ihren Landsmännern Revocation oder den Schweden von The Crown werden auf „War Of Will“ schon nach wenigen Minuten bei „Flesh & Bone“ erkennbar. Die Mid-Tempo-Parts im Intro und Outro von in „My Vaccine“, die hymenhaften Anleihen in „Get Over It“ sowie die Spielwut des Leadgitarristen in jedem Song verzücken ungemein. Sei es durch die harmonisch zum Song passenden Soli oder die kurzen Sequenzen von melodischen Einschüben, Deraniyagala und Asta komplettieren sich als Duo. Das häufige synchrone Riffing der Sechssaiter klingt theoretisch fad, ist jedoch in seiner praktischen Umsetzung eine Freude für die Ohren.

Eine große Portion Thrash Metal im Stile der Genre-Veteranen Sodom, vermischt mit einer kleinen Brise Melodic Death Metal in Soilwork-Manier, verfeinert mit einer minimalen Note deutschen Metalcores à la Heaven Shall Burn – diese Mischung beherrschen BATTLECROSS, ohne dabei ihren eigenen rauen Charme einbüßen zu müssen. Dass die Band als neue Sensation auf dem amerikanischen Metal-Markt beworben wird, ist weder unverdient noch übertrieben und wird durch ihr regelmäßiges Touren durch die Staaten im Vorprogramm von Origin, In Flames und Death Angel noch verständlicher. Konzerte auf deutschen Boden blieben BATTLECROSS ihren Fans bisher schuldig, mit „War Of Will“ bieten ihnen die Thrash-Metaller aber ein sehr zufrieden stellendes Trostpflaster an.

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Bewertung: 7 / 10

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