Albumcover Crown Magnetar

Review Crown Magnetar – Alone In Death (EP)

Dem kalifornischen Label Unique Leader Records möchte man doch beinah eine Blankobescheinigung für starken modernen Deathcore ausstellen, denn mit Bands wie Brand Of Sacrifice, Distant, Osiah, Viscera oder Worm Shepherd bewiesen die Amerikaner in erstaunlich hoher Anzahl, dass sie ihrem Roster lediglich qualitativ hochwertige Deathcore-Bands hinzufügen. Ein weiterer Beweis hierfür sind CROWN MAGNETAR, die mit „Alone In Death“ nun eine sechs Tracks umfassende EP auf den Markt bringen.

Nachdem sie erst vergangenes Jahr mit „The Codex Of Flesh“ auf Albumlänge debütierten, schießen die Herren aus Colorado Springs einen weiteren Output hinterher, der mitnichten nur eine Ansammlung von B-Seiten ist, die es nicht auf das Album schafften. Stattdessen prescht „Alone In Death“ so brutal durch den Player, dass man sich fragt, wann genau eigentlich Deathcore böser als Black Metal geworden ist.

CROWN MAGENTAR haben mit fünf Jahre zwar eine erst kurze Bandhistorie, dafür aber bereits ein Repertoire von einem Album und mittlerweile zwei EP. Im Gegensatz zur Schwärze von Lorna Shore oder der symphonischen Ausrichtung von Shadow Of Intent gehen CROWN MAGNETAR den gleichen Tech-Death-inspirierten Weg wie ihre Labelkollegen von Osiah. Dabei verrennen sich die Amerikaner nicht in überlangen, komplizierten Songs, sondern spielen sich die Finger wund gemäß dem Motto in der Kürze liegt die Würze. Mit ihren im Schnitt drei Minuten kurzen Songs bringen CROWN MAGNETAR alles unter, was in einen Technical-Deathcore-Song hineingehört: rasantes Tempo, schwindelerregende Motivwechsel, komplexes Riffing.

Während Schlagzeuger Byron London die Doublebass mit brutaler Genauigkeit in die Gehörgänge hämmert, growlt und squealt sich Sänger Dan Tucker ohne Verschnaufpause durch die 20 Minuten lange EP; handwerklich machen CROWN MAGNETAR nicht nur alles richtig, sondern auch ziemlich gut. Dabei zeigt sich das Quartett facettenreich: Der beinah epische Refrain im titelgebenden Opener, der atmosphärische Slamming-Moment in „Hellsphere“, das rasante Gitarrensolo in „Realistic Flesh Mask“ oder das gedrosselte „God Is My Enemy“, CROWN MAGNETAR bieten musikalisch viel in kurzer Zeit.

„Alone In Death“ macht gehörig Spaß für die Fans, die ihren Deathcore gerne abwechslungsreich und technisch versiert mögen, die komplexe Strukturen nicht scheuen und ihr Hirn gerne von Tech-Einflüssen zerschmettern lassen. Diese EP hat das Zeug zum It-Piece des Genre 2022!

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