Review Cult Of Luna & The Old Wind – Råångest

Nachdem Pelagial Records das Konzept der Split bereits im vergangenen Jahr wiederentdeckt und mit der Kollaboration von Mono und The Ocean hochwertig umgesetzt hatten, steht nun bereits ein Nachfolger dieser neu gestarteten Reihe ins Haus: Unter dem Titel „Råångest“, zu deutsch in etwa „rohe Angst“, treffen diesmal CULT OF LUNA und THE OLD WIND aufeinander.

Den Anfang machen THE OLD WIND, das Projekt von Tomas Hallbom (Breach, ehemals The Ocean). Wie man es bereits auf dem Debüt „Feast On Your Gone“ kennen und lieben lernen durfte, überzeugen THE OLD WIND auch hier mit düsteren, massiven Riffs, bedrohlichem Sound und verzweifelten Screams. Etwas extremer noch als der Opener fällt „Daughters Of Cleanse“ aus, ihr zweiter Beitrag zu „Råångest“: Aggressive Parts treffen hier auf bedrohlich-schleppend gehaltene Passagen.

Zwischen die beiden Nummern schieben sich CULT OF LUNA mit einem Cover der aufgelösten Crust-Punk-Band Amebix, das im Zuge der Aufnahmen für ihr für 2016 geplantes neues Album eingespielt wurde: „Last Will And Testament“. Dabei handelt es sich um eine verglichen mit dem Material von THE OLD WIND nicht minder düstere Nummer, die sich perfekt zwischen deren Songs einfügt, der EP allerdings noch etwas mehr Vielfalt verleiht: Sphärische Clean-Gitarren im Intro treffen auf brachiales, mitunter stark akzentuiertes Riffing, zu dem sich später noch eine schöne Lead-Melodie gesellt. Einzig der etwas lieblose Fadeout als Songende will hier nicht recht passen.

Natürlich richtet sich „Råångest“ in erster Linie an Schallplatten-Freunde, die sich die Split als 12“ Vinyl-EP zulegen – doch auch ohne Plattenspieler kann man an „Råångest“ (im schicken CD-Digipak oder digital) Spaß haben. Fans der mit zwei eigenen Nummern vertretenen THE OLD WIND können bedenkenlos zugreifen – und Anhänger von CULT OF LUNA sollten die Chance, einen guten Cover-Song mitnehmen, nutzen, um sich mit THE OLD WIND vertraut zu machen.

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