DVD-Review: Dark Funeral - Attera Orbis Terrarum Part II (DVD)

Besetzung

Emperor Magus Caligula - Gesang
Lord Ahriman - Gitarre
Chaq Mol - Gitarre
Dominator - Schlagzeug

Tracklist

Disc1

01. Intro
02. King Antichrist
03. Diabolis Interium
04. Ravenna Strigoi Mortii
05. The Arrival of Satans Empire
06. Open the Gates
07. Vobiscum Satanas
08. 666 Voices Inside
09. The Secrets of the Black Arts
10. Attera Totus Sanctus
11. Hail Murder
12. Atrum Regina
13. My Dark Desires
14. An Apprentice of Satan
15. The Dawn No More Rises
16. Satans Mayhem
17. The Secrets of the Black Arts
18. Shadows of Transylvania
19. Bloodfrozen
20. An Apprentice of Satan
21. King Antichrist
22. Diabolis Interium

Disc2

01. King Antichrist
02. Diablois Interium
03. Ravenna Strigoi Mortii
04. The Arrival of Satans Empire
05. Open the Gates
06. Vobiscum Satanas
07. 666 Voices Inside
08. Attera Totus Sanctus
09. The Secrets of the Black Arts
10. Godhate
11. Hail Murder
12. Atrum Regina
13. My Dark Desire
14. An Apprentice of Satan
15. My Dark Desires
16. The Arrival of Satans Empire
17. Vobiscum Satanas
18. Open the Gates
19. Godhate


Nachdem DARK FUNERAL über 15 Jahre die Black Metal-Szene geprägt haben, erschien mit „Attera Orbis Terrarum Part II“ die erste DVD der Schweden, welche Bildmaterial vom südamerikanischen Kontinent liefert. Mit „Attera Orbis Terrarum Part II“ verlässt man das europäische Festland und besucht auf dem privaten TV-Bildschirm die beiden Konzerte in Buenos Aires und Sao Paulo aus dem Jahre 2006. Südamerika entwickelt nach und nach eine sehr ausgeprägte und vor allem leidenschaftliche (Black) Metal-Szene, daher haben sie es sich zu Recht „verdient“, Hauptteil dieser DVD zu sein.

„„Attera Orbis Terrarum Part II“ erscheint nahezu auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Teil und ist ähnlich aufgebaut. Es stehen die beiden „großen“, eben erwähnten, Konzerte im Vordergrund und ausgeschmückt wird das Ganze mit einer Masse an Amateur- und Fanmaterial von 1997 bis 2006 aus Nord- und Südamerika. Über Sinn und Unsinn solchen Bonusmaterials kann man sich getrost streiten. Ich bin der Ansicht, wenn sie – wie hier – ansprechend verpackt sind, ist dies eher eine Bereicherung, als unnützer Ballast. Zeigen Fanbilder doch viel mehr das „wahre Gesicht“ einer Band, als geplante Konzertmitschnitte.
Die beiden Hauptkonzerte schenken sich gegenseitig nicht viel. Beide bieten solide Bildqualität in solidem Soundgewand. Nichts Spektakuläres, aber dank mehrerer Kameraperspektiven auch nicht wirklich langweilig. Dank der südamerikanischen Fans ist auch der Auftritt selbst äußert interessant anzuschauen. Wo sonst flippen Fans gar bei Black Metal-Combos derart aus und starten riesige Moshpits, wenn nicht hier. Was die Bühnenshow von DARK FUNERAL teils vermissen lässt, bieten dafür die Zuschauer umso mehr: Leidenschaft. Emperor Magus Caligula wirkt über weite Teile des Auftritts zu steif und bildet daher unweigerlich den starken Kontrast zum Publikum. Aber Bühnenshow ist ja bekanntlich nicht alles und zumindest musikalisch machen sie alles richtig.

Jedoch frage ich mich, wieso eine Band wie DARK FUNERAL – im Gegensatz z.B. zu Koldbrann, die sich ja dem Old School Sound verschrieben haben – im Jahre 2008 noch auf 5.1. Sound verzichtet. Gerade Live-DVDs leben von einem mächtigen Soundgewand, so dass man hier getrost zusätzlich zu 2.1 Sound diese Option hätte hinzufügen können.Auch das Booklet ist etwas mager ausgefallen. Ich weiß nicht, ob die spätere Verkaufsversion denselben Umfang mit sich bringt. Aber ein Bild von jedem Bandmitglied und drei Sätze zu jedem Konzert sind etwas zu wenig für eine zweiteilige DVD, die so enorm angekündigt worden ist und 15 Jahre Bandgeschichte wiedergeben soll.
Aber genug der Kleinmalerei. Alles in allem ist die DVD sehr gelungen. Man bekommt über 220 Minuten ordentliches Material geboten, welches nicht nur für Die Hard-Fans interessant sein könnte. Zudem liegt der Preis für diese Doppel-DVD unter 20€, was – leider – auch keine Selbstverständlichkeit ist. Auf YouTube, sowie auf der MySpace-Seite von DARK FUNERAL gibt es diverse Teaser zu dieser Veröffentlichung. Vielleicht sollte man dies in Erwägung ziehen, bevor man blind zugreift. Für all jene, die bereits den ersten Teil ihr Eigen nennen dürfen, ist diese DVD ebenfalls zu empfehlen. Auch wenn sich diese Setlist nicht maßgeblich von der anderen unterscheidet, so ist es sehr interessant anzusehen, wie unterschiedlich ein Publikum und das ganze Drumherum sein kann.

Bewertung: 7.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: